EU-Labor untersucht Vogelgrippe-Virus in Slowenien
BRÜSSEL (Dow Jones)--Die EU-Kommission hat am Montag den Ausbruch der Vogelgrippe bei Schwänen in Slowenien bestätigt. Das EU-Referenzlabor in Weybridge soll jetzt untersuchen, ob es sich dabei um das auch für den Menschen gefährliche Virus H5N1 handelt, informierte der Sprecher von EU-Gesundheits- und Verbraucherschutzkommissar Markos Kyprianou. Am Wochenende war das Vogelgrippe-Virus H5N1 bei Schwänen in Italien, Griechenland und dem EU-Beitrittskandidaten Bulgarien nachgewiesen worden. Italien wende wie auch Griechenland besondere Sicherheitsvorkehrungen an, um eine weitere Verbreitung der Tierseuche zu verhindern, erklärte der Kommissionssprecher. Dazu gehören die Stallpflicht für Geflügeltiere in den betroffenen Regionen, wie auch ein Jagdverbot für Wildvögel, ein Transportverbot in den umliegenden Höfen sowie die Desinfektion von Geflügel. Der Kommissionssprecher wies darauf hin, dass in den drei EU-Ländern keine Zuchttiere, sondern bislang nur Wildvögel von der Vogelgrippe befallen seien. Dies hänge möglicherweise mit der Migration von Schwänen in wärmere südliche Regionen zusammen. Die in Deutschland und Frankreich angekündigte Stallpflicht seien nationale Maßnahmen, die im Einklang mit den EU-Sicherheitsregeln stünden. Am Donnerstag und Freitag will der EU-Fachausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit über die Situation in Italien, Griechenland und Slowenien beraten und gegebenenfalls weitere Sicherheitsschritte beschließen. DJG/aul/ste/13.2.2006 (14.02.2006)
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