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Nachwachsende Rohstoffe weiter auf Wachstumskurs

GÜLZOW (Dow Jones)--Deutschlands Landwirte bauen in diesem Jahr auf mehr als 1,56 Mio ha Energie- und Industriepflanzen an. Mengenmäßig wichtigste Kulturart bleibt dabei der Raps, meldet die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) in ihrer Anbauschätzung für das Jahr 2006. Seit Beginn der statistischen Erhebung seien damit noch nie so viele Industriepflanzen produziert worden wie 2006.

Heute gedeihen laut FNR nachwachsende Rohstoffe auf 13% der gesamten deutschen Ackerfläche, womit sie zum wichtigen wirtschaftlichen Standbein für die deutsche Landwirtschaft avancieren. Sie tragen damit laut Fachagentur nicht nur ganz erheblich zur Rohstoffbereitstellung unter anderem für die Chemische Industrie bei. Aus ihnen werde in Deutschland die mit weitem Abstand größte Menge an erneuerbaren Energien erzeugt.

Neben dem Raps, der mit 1,1 Mio ha den größten Anteil an der Anbaufläche einnimmt und überwiegend in der Biodieselindustrie verarbeitet wird, konnten vor allem die Energiegetreidearten im Jahresvergleich erheblich zulegen. Diese Energiepflanzen für die Ethanolherstellung und die Verstromung in Biogasanlagen wuchsen 2006 bereits auf rund 295.000 ha.

Im chemisch-technischen Bereich spielen Weizen, Kartoffeln und Mais für die Stärkeproduktion, Zuckerrüben, Arzneipflanzen sowie Lein- und Sonnenblumenöl für technische Anwendungen wie Schmierstoffe eine Rolle. Zudem wird Holz für konstruktive und energetische Zwecke in den über 11 Mio ha Wald produziert.

Die Fachagentur ist überzeugt, dass nachwachsende Rohstoffe auch in den kommenden Jahren auf Wachstumskurs bleiben. Nicht nur steigende Preise für fossile Energien und Rohstoffe würden dazu beitragen, heißt es. Es stehe auch ausreichend Fläche zur Verfügung. Studien zeigen laut FNR auf, dass bis zum Jahr 2030 ca. 4 Mio ha Ackerfläche für Industrie- und Energiepflanzen in Deutschland frei werden, ohne dabei Nahrungsmittelproduktion und Naturschutz einzuschränken. DJG/12/crb/6.9.2006 (06.09.2006)

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