Bauern hoffen auf Regen
(BFL). Sommerwetter im April: Was zahllose Menschen in die Biergärten lockt und Grillwürstchen schon zu einem knappen Gut werden ließ, bedeutet für die Bauern keine ungetrübte Freude – die Sonne meinte es nach Angaben des Landvolks Niedersachsen für die Saaten schon zu gut. Zwar konnten die Feldarbeiten zügig und ohne Unterbrechung durchgeführt werden, vor allem auf den leichten Sandböden ist es aber mittlerweile viel zu trocken. Den gerade in die Erde gebrachten Saaten fehlt oft die nötige Feuchtigkeit zum Keimen, die Bestände laufen nur lückig auf. Darunter leiden besonders die Rüben. Aber auch für die Herbstsaaten wird das Wasser für das weitere Wachstum knapp. Ebenso sind die Temperaturen zurzeit zu hoch, denn nach wie vor gilt die alte Bauernregel „Mai kühl und nass, füllt dem Bauern Scheuer und Fass“. Warmes Wetter beschleunigt die Entwicklung der Pflanzen, die dann vorzeitig Blüten und Ähren bilden. Durch die schnelle Entwicklung haben die Pflanzen aber zu wenig Blattmasse angelegt, die zur optimalen Füllung der Körner und Früchte notwendig wäre. Die Bauern wünschen sich deshalb jetzt sehnlich einige ergiebige Niederschläge und kühleres Wetter. (LPD 15/2007) (24.04.2007)
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