Lebensmittelüberwachung beanstandet 138.000 Betriebe
(ISN). Bei Lebensmittelkontrollen ist fast jeder vierte geprüfte Betrieb, der Lebensmittel herstellt, bearbeitet oder verkauft, im Jahr 2006 aufgefallen. Das geht aus dem „Jahresbericht Lebensmittelüberwachung 2006“ hervor, den das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit vorige Woche vorstellte. Rund 12 Prozent der kontrollierten Betriebe verstießen gegen Hygienebestimmungen, vier Prozent hatten ihre Produkte mangelhaft gekennzeichnet, irreführend beworben oder verpackt.
Die in den einzelnen Bundesländern zuständigen Behörden führten 2006 insgesamt über eine Million Kontrollen in knapp 600.000 Betrieben durch. Dabei wurde die Hälfte aller Betriebe kontrolliert, die Lebensmittel herstellen, verarbeiten, handeln, lagern, transportieren und verkaufen.
Neben den Betriebskontrollen nehmen die Behörden auch Lebensmittelproben. Von den im vergangenen Jahr untersuchten über 400.000 Proben wurden durchschnittlich 15,2 Prozent beanstandet. Deren Anteil ist damit seit 2002 praktisch unverändert geblieben. Etwa die Hälfte der Beanstandungen ging auf falsche, mangelhafte oder irreführende Kennzeichnung bzw. Aufmachung von Lebensmitteln zurück wie z. B. ein fehlendes Mindesthaltbarkeitsdatum oder Mogelpackungen, die eine größere Füllmenge vortäuschen.
(23.07.2007)
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