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Russland: Preisstopp für Mineraldünger vereinbart

MOSKAU (Dow Jones)--In Russland sollen die Preise für Mineraldünger jetzt leicht gesenkt und für die Zeit der diesjährigen Frühjahrsbestellung eingefroren werden. Darauf haben sich die Gründer der kürzlich ins Leben gerufenen nationalen Assoziation der Düngerproduzenten geeinigt. Gemäß der Vereinbarung sollen die Mineraldünger je nach Sorte um 1% bis 5,6% gegenüber dem Ende Januar registrierten Preisniveau verbilligt werden. Die in der Organisation vereinigten Vertriebsgesellschaften haben sich ihrerseits verpflichtet, die Handelsmarge unter 10% der Großhandelspreise zu halten. Das Preismoratorium sei eine Reaktion auf Drohungen seitens der Regierung, Exportzölle auf Mineraldünger einzuführen, zitiert die Moskauer Wirtschaftszeitung "Vedomosti" einen Vertreter der Chemiebranche. Landwirtschaftsminister Alexej Gordejew habe darauf schon seit Langem bestanden. Ende Januar sei seine Forderung auch in einem Bericht des Wirtschaftsmi nisteriums über mögliche Maßnahmen zur Inflationsbekämpfung unterstützt worden. Nach Angaben dieses Ressorts stiegen die Preise für Mineraldünger in Russland im Laufe des vergangenen Jahres zwar nicht so deutlich wie an den internationalen Märkten, aber noch immer um rund 30%. Die Agrarproduzenten seien mit der Selbstverpflichtung der Chemieunternehmen unzufrieden, so "Vedomosti". Laut Vertretern der Landwirtschaft sollen die Düngerpreise jetzt auf einem Niveau eingefroren werden, das nach ihren Behauptungen doppelt so hoch sei wie vor Jahresfrist. Die meisten Verträge, beispielsweise für Ammoniumnitrat, seien außerdem bereits abgeschlossen worden und sähen den Kauf zu den im Januar geltenden Preisen und gegen Vorkasse vor. DJG/AIZ/ste/7.2.2008 (08.02.2008)

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