Biodiesel-Produzent fordert Gleichstellung von Alternativrohstoffen
BORKEN (Dow Jones)--Die Bundesregierung könnte nach Ansicht des Biodiesel-Produzenten Petrotec, Borken, die aktuelle Diskussion um die Biokraftstoffe schnell beenden, wenn sie alternative Rohstoffe für die Produktion von Biodiesel den Agrarrohstoffen gesetzlich zumindest gleichstellen würde. Dies betonte jetzt Roger Böing, Vorstand der Petrotec AG, die Biodiesel aus Altspeisefetten produziert. Denn nach seinen Worten erfüllen Kraftstoffe, die aus Rest- und Abfallstoffen wie gebrauchtem Brat- und Frittierfett oder tierischen Fetten und Ölen hergestellt werden, alle geforderten Kraftstoff-Qualitätsansprüche. Dies gelte auch für die Europäische Norm EN 14214, in der für Deutschland ebenfalls die Mindestanforderungen an Biodiesel definiert sind, so Böing. Bislang schließt die aktuelle Gesetzgebung hierzulande jedoch Biodiesel auf Basis von Bratfetten oder tierischen Fetten ausdrücklich vom Beimischungsmarkt aus. Auch ohne die am ver gangenen Freitag von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel gestoppte 10%ige Ethanolbeimischung zu Ottokraftstoffen lässt sich nach Meinung des Petrotec-Vorstands die Klimaschutz-Strategie der Bundesregierung mit einem erhöhten Biokraftstoffanteil weiter umsetzen, denn die im Gesetz ab 2009 vorgesehene erhöhte Biokraftstoff-Beimischungsquote sei komplett mit Biodiesel zu erreichen, stellt Böing fest. Hierzu verweist er darauf, dass dafür bereits heute genügend Biodiesel auf Basis von Nicht-Agrar-Rohstoffen zur Verfügung stehe. Zudem bringe die Automobilindustrie in Kürze Dieselfahrzeuge auf den Markt, die für eine Beimischung von 30% ausgelegt seien, argumentiert er. DJG/jc/ste/7.4.2008 (08.04.2008)
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