Höhere Umstellungsprämien für Ökolandbau in Schleswig-Holstein
KIEL. Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein erhöht die Förderung für ökologische Anbauverfahren in den ersten beiden Umstellungsjahren. Dies hat Staatssekretär Rabius in einem Gespräch mit Vertretern der Ökolandbau-Verbände heute (Freitag, 11. April) entschieden. Die Fördersätze für die ersten beiden Jahre steigen demnach von derzeit 137 Euro pro Hektar auf 262 Euro pro Hektar für Acker und Grünland, und von 271 Euro pro Hektar auf 693 Euro pro Hektar für Gemüseflächen sowie von 662 Euro pro Hektar auf 1.107 Euro pro Hektar für Dauerkulturen. In den ersten beiden Jahren der Umstellung von konventionellem auf ökologischen Landbau sind die Einnahmeverluste besonders hoch. Diese besondere Härte will das Landwirtschaftsministerium mit der Erhöhung der Fördersätze abmildern. Niedersachsen hatte eine entsprechende Anhebung der Umstellungsförderung bereits in der vergangenen Woche bekannt gegeben. "Ich will gleiche Rahmenbedingungen für die Landwirte in Norddeutschland", begründete Staatssekretär Rabius die Entscheidung und hofft, dass mit den nur begrenzt zur Verfügung stehenden Mitteln trotzdem alle eingehenden Anträge bewilligt werden können. Das Gesamtkontingent aller Fördermittel wird allerdings nicht angehoben. Die erhöhten Fördersätze gelten für das derzeit bis zum 15.Mai 2008 laufende Antragsverfahren. Zurzeit werden 415 Öko-Betriebe mit zusammen 25.000 Hektar vom Land gefördert.
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