ZMP: Lebensmittelpreise nicht weiter gestiegen
Seit Februar 2008 entwickeln sich die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke
in der Summe stabil. Zu dieser Einschätzung kommt die ZMP auf der Grundlage der aktuellsten Daten
des Statistischen Bundesamtes und eigener wöchentlicher Preiserhebungen. Mit plus 2 Prozent im
Oktober 2007 und plus 1,4 Prozent im November 2007 wurden die höchsten Steigerungsraten jeweils im
Vergleich zu den Vormonaten erreicht, seitdem hat sich die Lage sukzessive beruhigt. Im Februar 2008
hat das Statistische Bundesamt nur noch ein Plus von 0,1 Prozent gegenüber Januar gemessen.
Die 0,5-prozentige Steigerung der Verbraucherpreise für Nahrungsmittel von Februar auf März 2008 ist
zum Großteil auf das frühe Osterfest zurückzuführen. Letztes Jahr lag Ostern im April. Der März-Index
reagiert damit auf die höheren Preise für höherwertige Lebensmittel, die sich die Verbraucher zum Fest in
diesem Jahr gegönnt haben. Der ZMP liegen inzwischen Daten für Frischeprodukte bis zum 13. April
2008 vor, die zeigen, dass sich nach Ostern die Stabilisierung fortsetzt.
Nach den aktuellen ZMP-Ergebnissen sind die Preissteigerungen bei Molkereiprodukten, Eiern, Brot,
Kleingebäck und Geflügel zum Stillstand gekommen. Erheblich günstiger als noch im März ist frisches
Obst. Die Hauptsaison der in diesem Winter teuren Zitrusfrüchte neigt sich dem Ende zu, so dass sie den
Geldbeutel der Verbraucher kaum noch belasten. Äpfel sind nur geringfügig teurer als vor einem Jahr, die
anderen Obstsarten sind tendenziell günstiger als vor Jahresfrist. Auch viele Gemüsearten und Kartoffeln
werden im Vergleich zum Vorjahr im April teilweise erheblich günstiger angeboten. Bei Fleisch und
Wurst sind die Preise für die Verbraucher seit mehr als einem Jahr stabil.
Zur Information
Bei der Berichterstattung der Medien in den vergangenen Wochen und Monaten wurden zumeist die
Verbraucherpreise zum Vorjahresmonat verglichen. Der monatlich wiederkehrende Vergleich der
diesjährigen Preise mit denen vor den Preisanhebungen im letzten Herbst 2007 kann aber dazu führen,
dass der fälschliche Eindruck immer weiter steigender Nahrungsmittelpreise entsteht.
Diese Seite drucken
Diesen Artikel per E-Mail versenden
© Copyright 2000 – 2008 raiffeisen.com GmbH & Co. KG











