RMX / Schlachtschweine-Futures ohne eindeutigen Trend
HANNOVER (Dow Jones)--Ohne Spannung gestaltete sich am Dienstag der Handel mit Schlachtschweine-Futures an der RMX in Hannover. Bei geringen Umsätzen war im Tagesverlauf kein eindeutiger Trend in eine Richtung zu erkennen. Die sehr späten Laufzeiten für die Herbstmonate schwächelten. Am stärksten verlor der Oktobertermin mit minus 1,0 cts. Die vorderen Laufzeiten konnten das Interesse der Händler nicht wecken.
Der Kassamarkt hat sich bereits auf den freien Tag am 1. Mai eingestellt. Die Wetteraussichten sind eher durchwachsen, dennoch läuft der Absatz insbesondere von Grillartikeln akzeptabel. Ein Angebotsstau entsteht voraussichtlich nicht. Das von Russland angekündigte begrenzte Importverbot von Fleisch aus der EU, wovon teilweise auch Deutschland betroffen ist, ist nach Auffassung von Markexperten momentan kein Anlass zur Sorge.
Die Schlusskurse für die Schlachtschweine-Futures an der RMX lagen am Dienstag bei 1,485 EUR/ kg SG (unverändert) für den Mai (1. Woche) und bei 1,519 EUR/ kg SG (unverändert) für den Mai (3. Woche). Der Juni (1. Woche) lag bei 1,565 EUR/ kg SG (unverändert) und der Juni (3. Woche) bei 1,630 EUR/kg SG (plus 0,5 cts). Der Juli schloss mit 1,658 EUR/ kg SG (minus 0,2 cts) und der August ging mit 1,656 EUR/ kg SG (plus 0,1 cts) aus dem Handel. Insgesamt wurden 7 Kontrakte gehandelt.
Nach den lebendigen Umsätzen der letzten Tage ging das Interesse am Kartoffelterminmarkt an der RMX Hannover am Dienstag merklich zurück. Die späte April-Notierung rutschte unter die 17 EUR-Marke. Bei den Speisekartoffeln und London Potatoes kletterten die Werte für die neue Ernte dagegen kräftig nach oben. Die Notierungen für Veredlungs- und Speiseware nähern einander an.
Die Notierungen auf den europäischen Kassamärkten sind auf dem Weg nach oben. In Großbritannien stiegen die Preise für freie Ware um 8,3% gegenüber der Vorwoche. In Deutschland werden gute Speisekartoffel-Qualitäten gerne angenommen. Mit dem Anlaufen der Spargelsaison ist der Anteil der Frühware aus dem Süden gestiegen. Nach den nur zögerlich verlaufenden Pflanzungen in den letzten Wochen liegt die aktuelle Entwicklung der Kartoffeln rund drei Wochen gegenüber durchschnittlichen Jahren zurück.
Der Industriekartoffel-Kontrakt für Juni 2008 schloss am Dienstag, mit 10,50 EUR/dt (plus 0,10 EUR), der November 2008 mit 11,20 EUR/dt (unverändert) und der April 2009 mit 16,90 EUR/dt (minus 0,10 EUR). Die Speisekartoffeltermine schlossen bei 11,50 EUR/dt (unverändert) für den April 2008, der November 2008 mit 10,00 EUR/dt (unverändert) und der April 2009 mit 16,50 EUR/dt (plus 1,00 EUR). London Potatoes auf die Laufzeit April 2009 schlossen mit 23,10 EUR/dt (plus 1,00 EUR). Insgesamt wurden 96 Kartoffelkontrakte umgeschlagen.
DJG/wda/mil/29.4.2008
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