Milchbauernproteste setzen sich fort
Die Milchbauern in Sachsen-Anhalt haben sich eine besonders symbolträchtige Form für ihren Protest gegen die aktuelle Preissenkung des Lebensmittelhandels für Milch- und Molkereiprodukte ausgedacht. Sie setzten sich gegen den von Discountern und Lebensmittelhändlern mit massiven Preissenkungen erweckten Eindruck, wonach Milch und Milchprodukte nichts mehr wert seien und als Ramschware verscherbelt werden, zur Wehr.
Dieser vom Landesbauernverband Sachsen-Anhalt organisierte landesweite Bauernprotest für faire, mindestens kostendeckende Erzeugerpreis fand am 29. April 2008 an 46 Standorten auf Marktplätzen, in Einkaufsstraßen, Einkaufszentren oder vor Aldi-Filialen statt. Insgesamt 10.000 Päckchen Markenbutter á 250 Gramm verteilten die Milchbauern an die Verbraucher und an 25 soziale Einrichtungen wie Tafeln in Sachsen-Anhalt. Diese symbolische Solidaraktion dokumentierte, dass die Bauern sich die Preissenkung für ihre Milch durch den Lebensmitteleinzelhandel nicht länger gefallen lassen. Denn die ruinös niedrigen Milchpreise zerstören Arbeitsplätze in der Landwirtschaft und im ländlichen Raum und sind mittelfristig auch zum Nachteil der Verbraucher.
Über ein Flugblatt wandten sich die Milchbauern mit ihren Forderungen nach fairen kostendeckenden Milchpreisen direkt an die Verbraucher. Die meisten Verbraucher äußerten viel Sympathie und Verständnis, dass die Milchbauern für ihre verantwortungsvolle Arbeit in den Kuhställen eine gerechte Bezahlung über den Produktpreis erhalten sollen.
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