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Kartoffelverarbeitungsprodukte werden teurer

Angesichts des verschärften Kampfes um Agrarflächen und dramatisch gestiegener Kosten in vielen Bereichen, geht die kartoffelverarbeitende Industrie nun von deutlichen Preiserhöhungen für Kartoffelverarbeitungsprodukte aus. Der Rückgang der weltweiten Getreidebestände, verbunden mit stark gestiegenen Preisen und der zunehmende Flächenbedarf für den Energiepflanzenanbau, führt dazu, dass trotz gestiegener Vertragspreise in vielen europäischen Ländern von Landwirten deutlich weniger Lieferverträge für Kartoffeln mit der kartoffelverarbeitenden Industrie abgeschlossen werden. Die anbauenden Landwirte sind mit drastischen Kostensteigerungen in den Bereichen Pacht, Technik, Energie sowie Dünge- und Pflanzenschutzmitteln konfrontiert, so der Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie (BOGK) in Bonn.

Diese Kosten werden nun an die verarbeitende Industrie weitergegeben. Der jahrelang beschrittene politische Weg des Abbaus von Lagerbeständen und der Förderung der Bioenergie, ferner die erhöhte Nachfrage nach höherwertigen Lebensmitteln durch Erhöhung der Kaufkraft in ehemaligen Schwellenländern, verbunden mit extremen Wetterlagen und Hiobsbotschaften über Missernten, haben die Märkte bereits jetzt nachhaltig verändert, erklärte ein Sprecher des Bundesverbandes in dieser Woche. Weltweite Spekulationen mit Lebensmitteln allgemein tun ihr übriges. Hinzu kommt eine Kostenexplosion in den Bereichen Energie, Verpackung, Fracht und Entsorgung sowie bei weiteren Rohstoffen, die für die verarbeitende Industrie benötigt werden. Diese Kosten sind in relativ kurzer Zeit auf die Unternehmen zugekommen. Angesichts der zunehmenden Verknappung der Flächen für die Lebensmittelproduktion – bereits heute werden auf 20 % der Flächen in Deutschland Energiepflanzen angebaut mit zunehmender Tendenz – fordert der Bundesverband die Bundesregierung auf, die Förderpraxis für Bioenergie der ersten Generation aus Nahrungsmitteln einzustellen.

Der Bundesverband rechnet damit, dass schon in Kürze die Lebensmittelpreise für Kartoffelverarbeitungsprodukte auf breiter Basis deutlich angehoben werden.

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