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LAB: Bioethanolproduktion bewirkt keine Getreideverknappung

BERLIN (Dow Jones)--Die Ethanolproduktion in den USA hat nicht zu einer Verknappung bei Mais geführt. Dies hob jetzt der Geschäftsführer des Verbandes der deutschen Bioethanolwirtschaft (LAB), Dietrich Klein, in Berlin hervor. Vielmehr seien die amerikanischen Maisexporte im Wirtschaftsjahr 2007/08 nach Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) um 10 Mio t auf das Rekordniveau von 64 Mio t gestiegen, stellt der Experte fest. Die um 64 Mio t auf 332 Mio t gestiegene Maisernte glich demnach den Maisverbrauch für die Ethanolerzeugung in den USA von 58 Mio t mehr als aus. Zu berücksichtigen sei auch, dass bei der Ethanolproduktion als Kuppelprodukt das hochwertige Futtermittel DDGS (Dried Distillers Grains with Solubles - Trockenschlempe) anfalle, erläuterte Klein. Der tatsächliche Getreideverbrauch für Ethanol sei deshalb um rund 30% niedriger als in den offiziellen Statistiken ausgewiesen. Klein wies zudem darauf hin, dass auch die EU-Ethanolerzeugung keine Getreideverknappung bewirke. Denn in der Gemeinschaft wurden nach seiner Aussage im Jahr 2007 lediglich 1,2% der Getreideernte von 254 Mio t zu Ethanol verarbeitet. Als Ethanolrohstoff werde Getreide zudem in steigendem Maße durch Melasse und Zuckerrüben ersetzt, fügte der LAB-Geschäftsführer hinzu. Diese Grundstoffe erreichten in Deutschland im ersten Quartal 2008 bereits einen Anteil von etwa 46%. Dieser Trend wird sich nach Meinung Kleins voraussichtlich fortsetzen. DJG/jc/ste/5.5.2008

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