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„Pflanzen ohne Schutz? - neue Gesetze und die Folgen“

(DLG). Die Novellierung der Richtlinie über das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln (91/414/EWG) ist gegenwärtig in aller Munde. Die künftige Zulassungsverordnung soll so genannte gefahrenbedingte Ausschlusskriterien für Pflanzenschutz-Wirkstoffe bringen. Bislang werden bei der Zulassung die konkreten Risiken bewertet, die bei der praktischen Anwendung eines Mittels zu erwarten sind. Künftig dagegen soll die theoretische Gefahr, die vom konzentrierten Wirkstoff ausgehen kann - beispielsweise seine Giftigkeit - Anlass sein können, die Zulassung zu verweigern, auch wenn das Risiko beim Einsatz des stark verdünnten Präparats minimal ist.

Falls sich diese Betrachtung durchsetzt, würden künftig viele der derzeit in Deutschland zugelassenen ca. 240 Wirkstoffe nicht mehr zur Verfügung stehen. Betroffen wären insbesondere Insektizide und Fungizide. In der Folge sind deutliche Einschnitte bei Erträgen und Qualitäten der Ernteprodukte zu erwarten - und das zu Zeiten eines erhöhten Bedarfs an agrarischen Rohstoffen und dementsprechend notwendigen Intensitätsanpassungen im Ackerbau. In welchen Bereichen könnten besonders große Behandlungslücken entstehen? Wo ist in der Praxis mit wachsenden Resistenzproblemen zu rechnen? Müssen wir befürchten, dass bestimmte Kulturen mittelfristig in Deutschland nicht mehr angebaut werden können? Welche Alternativen gibt es?

Antworten auf diese und andere Fragen erhalten die Landwirte im Informationszentrum „Pflanzen ohne Schutz? – neue Gesetze und die Folgen“, das der Industrieverband Agrar (IVA) auf den DLG-Feldtagen vom 24. bis 26. Juni 2008 in Buttelstedt bei Weimar einrichten wird. Dort sollen den Besuchern die Folgewirkungen von entsprechend vermindertem Pflanzenschutzmitteleinsatz an einem Pflanzenbestand anschaulich gemacht werden. Auch im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung des IVA am Dienstag, dem 24. Juni 2008, um 10.30 Uhr im Forum 1 werden die Konsequenzen der Pflanzenschutz-Novelle erörtert.

Interessenten erhalten weitere Informationen zum Informationszentrum „Pflanzen ohne Schutz? - neue Gesetze und die Folgen“ beim Industrieverband Agrar, Ansprechpartnerin ist Hannelore Schmid, Tel.069/2556-1249 oder E-mail: schmid.iva@vci.de.

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