Nachfrage nach Milchexporterstattungen abgeflacht
AgE. BRÜSSEL. Die EU-Exporterstattungen für Milchprodukte wurden von den Molkereien zuletzt in deutlich geringerem Umfang genutzt als noch Mitte Mai. Dabei zeigte sich die Europäische Kommission von den jüngsten Forderungen und Protesten der Erzeuger offenbar nicht ungerührt und hob die maximalen Erstattungssätze teilweise kräftig an. Beim zuständigen Verwaltungsausschuss am vergangenen Donnerstag gewährte die Kommission bis zu 70,00 Euro pro 100 kg Butter und bis zu 84,50 Euro pro 100 kg Butterreinfett; das waren 10,00 Euro beziehungsweise 11,50 Euro mehr als zwei Wochen zuvor. Der Höchstsatz für Magermilchpulver stieg um 2,00 Euro auf 24,00 Euro. Trotzdem wurden von vornherein wesentlich geringere Mengen angeboten. Gegenüber der vorangegangen Ausschusssitzung sank die angediente Menge Magermilchpulver um fast 10 000 t auf 2 893 t; davon wiederum erhielten 1 793 t den Zuschlag. Gleichzeitig verringerten sich die Anfragen nach Erstattungen für Butter um mehr als 3 000 t auf 4 244 t. Gewährt wurde die Beihilfe für 1 644 t. Gegen den Trend entwickelten sich die subventionierten Butterreinfettexporte; hier erhöhte sich die Angebotsmenge um 250 t auf 934 t, die zum erhöhten Erstattungssatz komplett auf den Weltmarkt befördert wurde. Vollständig geräumt wurden ferner die Angebote für die öffentliche Lagerhaltung. Zu im Vergleich zum Vortermin unveränderten Preisen kaufte die Kommission 2 310 t Butter - rund 5 400 t weniger - sowie mit 22 688 t eine in etwa konstante Menge Magermilchpulver an. Damit belaufen sich jetzt die gesamten Interventionsbestände EU-weit auf 183 921 t Magermilchpulver und 79 626 t Butter. Hinzu kommen 89 098 t Butter, die sich in der privaten Lagerhaltung befinden. In deutschen Kühlhäusern lagerten zuletzt 10 080 t Butter und 52 968 t Magermilchpulver öffentlich sowie weitere 22 887 Butter auf privater Basis. (10.06.2009)
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