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RMX-Weizennotierungen weiter in der Abwärtsbewegung

AgE. HANNOVER/CHICAGO. Mit dem Näherrücken der diesjährigen Ernte hat der Druck auf dem Weizenmarkt zugenommen. Die Terminnotierungen an der Risk Management Exchange (RMX) in Hannover gaben auch in der vergangene Woche spürbar nach: Der Brotweizen-Kontrakt zur Abrechnung im August wurde am Freitag zum Handelsschluss mit 139 Euro/t bewertet; gegenüber dem gleichen Tag der Vorwoche waren das 6 Euro/t oder 4,1 % weniger. Gemessen am Zwischenhoch Ende Mai hat der vordere Future 16 Euro/t oder gut 10 % an Wert verloren. Die Folgetermine, mit Fälligkeit im November sowie Januar, verbilligten sich in der Berichtsperiode um 4 Euro/t und 3 Euro/t auf 146 Euro/t beziehungsweise 147 Euro/t. Die Agrarmarktinformations-GmbH (AMI) berichtete über Vorkontraktpreise in Höhe von rund 130 Euro/t für A-Weizen aus Ostdeutschland. Händler begründeten die jüngste Schwäche des Marktes mit den weltweit insgesamt guten Angebotsaussichten zum Wirtschaftsjahr 2009/10. An der Matif in Paris gab der August-Future bis Donnerstag im Wochenvergleich um 3,5 Euro auf 143,5 Euro/t nach. In den USA verbilligte sich der in Kansas gehandelte Standard-Brotweizen um 4 % auf knapp 6,2 $/bu (164 Euro/t). Deutlich fester tendierte zuletzt an der RMX der noch verbliebene Terminkontrakt für Verarbeitungskartoffeln: Ware zur Abrechnung im April 2010 kostete zum Börsenschluss am Freitag 13,9 Euro/dt; das waren 0,9 Euro/dt mehr als sieben Tage zuvor. Der Juni-Kontrakt war am Donnerstag zum Kurs von 9,1 Euro/dt ausgelaufen. Die AMI stellte zum deutschen Kartoffelmarkt fest, dass beim derzeit "wüchsigen Wetter" ein Gros der Knollen in Frittenqualitäten hineinwachsen dürfte.

Juni-Schweinekontrakt unterhalb des Vereinigungspreises

Am Schlachtschweinekomplex der RMX tendierten die Kontrakte in der Berichtsperiode erneut etwas fester. Der Future zur Abrechnung in der dritten Juniwoche wurde von den Marktteilnehmern am Freitag mit 1,515 Euro/kg Schlachtgewicht (SG) bewertet; das waren 0,8 Cent/kg mehr als sieben Tage zuvor. Damit lag die Notierung aber deutlich unterhalb des Niveaus des für den Kassamarkt relevanten Vereinigungspreises, der Ende voriger Woche um 4 Cent/kg auf 1,55 Euro/kg SG angehoben wurde. Schlachtschweine für Juli notierten an der RMX über die Berichtswoche gesehen 2,3 Cent/kg höher bei 1,573 Euro/kg SG. Für den im August fälligen Kontrakt waren am Berichtstag 1,585 Euro/kg SG anzulegen, was einem Aufschlag von 0,9 Cent/kg entsprach. Händler berichteten von einem "gut laufenden" Markt. Das Schweineangebot reiche nicht aus, um die Nachfrage der Schlachtunternehmen vollständig zu decken, hieß es. Weiterhin stützten Lebendexporte nach Osteuropa den heimischen Markt. Im RMX-Ferkelkomplex profitierte von der guten Stimmung am Schlachtschweinemarkt zumindest der vordere Termin: Der Ferkel-Future zur Abrechnung im Juni kletterte um 30 Cent auf 51,3 Euro für das 25-kg-Tier, während die beiden folgenden Kontrakte sich um 50 Cent auf jeweils 47,5 Euro verbilligten. Der Online-Nachrichtendienst "Pig Site" berichtete, dass Dänemark den Export von Ferkeln, die überwiegend nach Deutschland gehen, im April 2009 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 61 % auf mehr als 640 000 Stück gesteigert habe. Bezogen auf den Zeitraum Januar bis April 2009 betrug das Plus 40 %. (22.06.2009)

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