Paris wird Milchquotenaufstockung nicht nutzen
AgE. PARIS. Frankreich will vorerst nicht von der im Rahmen des Health Check beschlossenen freiwilligen Anhebung der Milchquote um je 1 % jährlich von 2009 bis 2013 Gebrauch machen. Auf diese Möglichkeit werde im Milchwirtschaftsjahr 2009/10 verzichtet, erklärte das Landwirtschaftsministerium im Anschluss an ein Gespräch mit Vertretern der Agrarverbände, die sich einstimmig gegen eine Quotenaufstockung aussprachen, obwohl der Verwaltungsausschuss Milch im Produktamt FranceAgriMer bereits einen Tag zuvor grünes Licht gegeben hatte. Ressortchef Michel B a r n i e r schloss sich der Forderung des Berufsstandes an, zumal eine weitere Produktionsausweitung angesichts der derzeitigen Marktlage nicht wünschenswert sei. Barnier hatte bereits Ende März auf dem Jahreskongress der Milchproduzenten (FNPL) dafür plädiert, die Milchquotenaufstockung vorerst nicht zu nutzen (AGRA EUROPE 14/09, LÄNDERBERICHTE 4). Der linke oppositionelle Bauernverband Confédération Paysanne begrüßte die Entscheidung des Ministeriums. Diese sei ein "positives Signal" zur Eindämmung der Produktion und sollte möglichst während des gesamten Milchwirtschaftsjahres 2009/10 aufrechterhalten werden. Der Verband forderte zugleich eine europäische Milchpolitik, die sich am innergemeinschaftlichen Verbrauch orientiere. (24.06.2009)
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