Anti-Dumpingzölle der EU gegen ukrainischen Dünger werden überprüft
AgE. BERLIN. In der Europäischen Union steht derzeit die Überprüfung von Anti-Dumpingzöllen gegen Düngemittel aus der Ukraine an. Das hat ein Sprecher von EU-Handelskommissarin Catherine Ashton bestätigt. Konkret handelt es sich um das Salz Ammoniumnitrat, das Hauptbestandteil vieler Düngemittel wie Kalkammonsalpeter ist und zudem Bestandteil gewerblicher Sprengstoffe. Die Zusatzabgaben auf den Dünger aus der Ukraine waren bereits 2001 verhängt und vor knapp einem Jahr ergänzt worden. Die Anti-Dumpingzölle bewegen sich seitdem je nach Zusammensetzung des Produkts in einer Spanne von 29,26 Euro/t bis 33,25 Euro/t. Der britische Bauernverband (NFU) kritisierte die Zölle anlässlich der Überprüfung als schädlich für die Landwirtschaft im eigenen Land. Im vergangenen Jahr hätten die Farmer mehr als 1,5 Mrd £ (1,72 Mrd Euro) für Düngemittel ausgeben müssen, wobei Ammoniumnitrat das am häufigsten eingesetzte Einzelprodukt gewesen sei. Nicht zuletzt aufgrund der hohen Düngemittelpreise im vergangenen Jahr hält der NFU die Anti-Dumpingzölle gegen den Stickstoffdünger aus der Ukraine für nicht gerechtfertigt. Mit einer Reaktion kann sich die Kommission allerdings Zeit lassen. Die Überprüfung der Zölle könnte sich bis Ende Juli 2010 hinziehen, unter Umständen aber auch schneller beendet sein.
Umrechnungskurs: 1 £ = 1,1479 Euro (26.06.2009)
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