RMX-Schweinenotierungen in der Seitwärtsbewegung
AgE. HANNOVER. Die Schlachtschweinenotierungen an der Risk Management Exchange (RMX) in Hannover haben sich zuletzt über alle Laufzeiten hinweg kaum bewegt. Der Future für Tiere zur Abrechnung in der dritten Juliwoche schloss am vergangenen Donnerstag zu 1,565 Euro/kg Schlachtgewicht (SG) und damit praktisch unverändert zur Notierung eine Woche vorher. August-Schweine standen zum Handelsschluss am Berichtstag mit 1,575 Euro/kg SG auf dem Kurszettel; das waren 0,3 % weniger als Mitte Juni. Während der September-Kontrakt nur geringfügig niedriger als der Vormonat bewertet wurde, lag die Notierung für Schlachtschweine zur Abrechnung im Oktober am Donnerstag mit 1,477 Euro/kg SG deutlich darunter. Der für die Kassavermarktung bedeutsame Vereinigungspreis wurde unterdessen am vorigen Freitag erneut angehoben, und zwar um 3 Cent auf 1,58 Euro/kg SG. Händler berichteten von einem ausgeglichen Markt. Der Lebendexport nach Osteuropa reduziere das Angebot für die um eine möglichst hohe Auslastung bemühten Schlachtunternehmen, hieß es. Der Fleischverkauf im Inland wurde aber als enttäuschend beschrieben. Mit der zuletzt wieder festeren Preistendenz am Schlachtschweinemarkt ist auch der Ferkelmarkt etwas in Schwung gekommen, was sich zumindest auf die vorderen RMX-Notierungen positiv auswirkte: Ein 25-kg-Ferkel zur Einstallung noch im Juni verteuerte sich im Wochenvergleich um 50 Cent auf 51,8 Euro. Jungtiere zur Abrechnung im Juli kosteten am vergangenen Donnerstag 48 Euro; das waren ebenfalls 50 Cent mehr als in der Vorwoche. Nicht mehr ganz so optimistisch war man in Hannover, was die Ferkelpreise im August angeht; Tiere auf diesen Termin ermäßigten sich um 1 Euro auf 47 Euro.
Weizenterminpreise nahe Jahrestief
Die Weizennotierungen haben an der RMX mit Ausnahme des vorderen Kontrakts in der Berichtswoche schwächer tendiert. Neuerntiger Brotweizen zur Andienung im August wurde unverändert zur Vorwoche mit 139 Euro/t bewertet. Dagegen verbilligte sich der November-Weizen in Hannover kräftig, nämlich um 4 Euro auf 142 Euro/t. Seit dem Jahreshoch Anfang Juni verlor der Future insgesamt 14 Euro/t beziehungsweise 13 % an Wert. An der Matif in Paris verbilligte sich Ware zur Lieferung im August um 3,5 Euro auf 136 Euro/t. Damit kam der Kurs für den in Paris gehandelten neuen Mahlweizen ebenfalls dem Jahrestief nahe, das dort Ende März mit 132 Euro/t verzeichnet worden war. Die Notierungen an der RMX und Matif folgten den negativen Vorgaben aus den USA, wo anhaltend gute Witterungsbedingungen, ein starker Dollar und der schwache Aktienmarkt den Weizenmarkt unter Druck setzten. An der Leitbörse in Chicago verbilligte sich der auf Juli gehandelte Futterweizen über die Berichtswoche um fast 5 % auf 5,33 $/bu
(141 Euro/t) am Donnerstag, womit er auf das Kursniveau von Ende April zurückfiel. Auch eine neue Schätzung der Getreidebörse Buenos Aires, wonach in Argentinien aufgrund der Trockenheit auf nur 2,9 Mio ha Weizen ausgesät wurde, konnte den Markt nicht drehen. In sehr fester Verfassung präsentierte sich zuletzt hingegen der an der RMX angebotene Terminkontrakt auf Verarbeitungskartoffeln. Für Frittenware zur Abrechnung im April nächsten Jahres wurden am Donnerstag 14,2 Euro/dt gezahlt; das war gegenüber dem Kurs der Vorwoche ein Aufschlag von 70 Cent/kg.
(29.06.2009)
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