Krankenkassen senken Beiträge um durchschnittlich rund 10 Prozent
AgE. BERLIN. Die Landwirte werden bei den Krankenkassenbeiträgen spürbar entlastet. Zum 1. Juli 2009 werden die meisten Landwirtschaftlichen Krankenkassen (LKK) ihre Beiträge im Schnitt um rund 10,0 % senken. An der Spitze rangiert die LKK Baden-Württemberg mit einer Reduzierung um 11,0 %, gefolgt von der LKK Niederbayern/Oberpfalz und Schwaben (NOS) mit 10,9 % und der LKK Niedersachsen-Bremen (NB) mit 10,7 %. Auch die LKK Nordrhein-Westfalen (NRW), Hessen, Franken und Oberbayern (FOB) sowie Rheinland-Pfalz und Saarland (HRS) senken ihre Beiträge, und zwar um jeweils etwa 10 %. Die LKK Schleswig-Holstein (SWH) verbindet die Beitragsentlastung mit einem neuen Neuschnitt der Beitragsklassen; im Durchschnitt müssen die Versicherten demnächst rund 8 % weniger zahlen. Deutlich entlastet werden auch die Mitglieder der LKK Mittel- und Ostdeutschland (MOD), und zwar um knapp 7 %. Der Beitragsrückgang bei der Krankenkasse für den Gartenbau beträgt 4,6 %. Möglich werden die Beitragssenkungen durch zusätzliche Bundesmittel für die gesetzliche Krankenversicherung im Rahmen des Konjunkturpakets, von denen auch die LKK profitieren. Aus diesem Topf, der sich in diesem Jahr auf rund 3 Mrd Euro zur pauschalen Abgeltung versicherungsfremder Leistungen beläuft, erhalten die LKK rund 37 Mio Euro. Mit der vorgesehenen Aufstockung der Mittel erhöht sich in den nächsten Jahren auch der Anteil der LKK. Für 2010 stehen beispielsweise rund 74 Mio Euro in Aussicht. (29.06.2009)
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