Getreideanbau in Bayern um etwa 3 Prozent eingeschränkt
AgE. MÜNCHEN. Die Landwirte in Bayern haben den Anbau von Getreide zur Ernte 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 % auf 1,209 Mio ha eingeschränkt. Wie der Bayerische Bauernverband (BBV) vergangene Woche berichtete, zeigen die aktuellen Erhebungen des Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung, dass vor allem weniger Körnermais und Braugerste ausgesät wurden. Nach Einschätzung des BBV dürften neben der Witterung insbesondere die unbefriedigenden Vermarktungsbedingungen die Landwirte hierzu veranlasst haben. Während die Körnermaisfläche im Freistaat um 12,8 % auf 116 200 ha zurückging, nahm das mit Sommergerste bestellte Areal um fast 15 % auf 126 600 ha ab, was einen historischen Tiefstand bedeutet. Seit 1999 wurde der Anbau von Sommergerste in Bayern laut BBV um annähernd 30 % reduziert; bundesweit betrug das Minus sogar 47 %. Im Aufwind befindet sich auch im Freistaat hingegen die Winterweizenerzeugung; hier dehnten die Landwirte den Anbau zur diesjährigen Ernte um 1,8 % auf 527 800 ha aus. Die Ausweitung des mit Winterraps bestellten Areals um 9,8 % auf 178 200 ha führt der BBV auf die guten Vermarktungskonditionen zur Zeit der Aussaat zurück. Ebenfalls deutlich zugelegt hat der bayerische Kartoffelanbau, und zwar im Jahresvergleich um 15 % auf 52 680 ha. (30.06.2009)
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