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Milchbörse schließt mit Rekordtief

Für die Milchbörse im Bereich der alten Bundesländer wurde am 1. Juli ein Gleichgewichtspreis von 0,15 Euro je Kilogramm Quote festgestellt, so die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Das ist der niedrigste Preis seit Einführung der Milchbörse im Jahr 2000. Seit dem November vergangenen Jahres, als das Kilogramm Quote noch 0,41 Euro kostete, ist der Preis damit um rund 64 % abgestürzt. Nach Einschätzung der Landwirtschaftskammer NRW ist diese Entwicklung ein deutliches Zeichen dafür, wie schlecht auch wachstumswillige Milchviehbetriebe angesichts der anhaltend schlechten Milchpreise ihre wirtschaftliche Lage sehen. In den neuen Bundesländern schloss die Milchbörse mit 0,08 Euro Kilogramm Quote gegenüber 0,31 Euro im November vergangenen Jahres. Wie die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen weiter mitteilt, haben sich in diesem Bundesland insgesamt 820 Landwirte an der Milchbörse beteiligt. 272 Teilnehmer waren Anbieter, 548 Landwirte wollten Milchquote kaufen. Mit rund 36 Millionen Kilogramm lag die Nachfrage um mehr als das Doppelte über dem Angebot in Höhe von rund 14,9 Millionen Kilogramm.

Milchquoten sind Lieferrechte, die Landwirte benötigen, um Milch verkaufen zu dürfen. Seit dem 1. April 2000 können Milchquoten in Deutschland nur über die amtlichen Verkaufsstellen gehandelt werden. In Nordrhein-Westfalen ist die Landwirtschaftskammer zuständig für die Quotenbörse. Anbieter an der Börse sind Landwirte, die die Milchviehhaltung aufgeben. Nachfrager sind Landwirte, die die Milchviehhaltung ausdehnen wollen und dafür zusätzlich Quoten benötigen. An der Milchbörse bekommt nicht derjenige alles, der am meisten bietet, sondern die Verkaufsstelle ermittelt aus den angegebenen Geboten und Angeboten einen Gleichgewichtspreis. Zu diesem Preis erhalten Landwirte, die ihr Gebot in Höhe des Gleichgewichtspreises abgegeben haben, ihren Anteil an der angebotenen Quote. (30.06.2009)

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