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Dieses Jahr voraussichtlich mehr Ganzpflanzensilage in Niedersachsen

AgE. HANNOVER. In Niedersachsen dürfen in diesem Jahr mehrere Landwirte ihr Getreide als Futter einsilieren, da regional in einigen Getreidebeständen bereits Trockenschäden zu beobachten sind. Wie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen vergangene Woche weiter berichtete, ist die Ganzpflanzensilage (GPS) als Form der Getreideernte immer dann interessant, wenn in Rindviehbetrieben das Futter knapp wird oder das Getreide nicht den erhofften Ertrag verspricht. In anderen Bundesländern wie Brandenburg oder Schleswig-Holstein sei GPS bereits fester Bestandteil in der Rinderfütterung. Besonders geeignet für die GPS-Produktion ist nach Angaben der Kammer Weizen. Auch Gerste lasse sich gut einsilieren, werde aber von den Tieren wegen der Grannen nicht so gerne gefressen. Roggen und Triticale kämen aufgrund ihres ungünstigen Korn-Stroh-Verhältnisses für die Ganzpflanzensilage weniger in Frage. Optimaler Zeitpunkt für die GPS-Ernte ist laut Kammer die Teigreife des Getreides. Die Halmknoten seien dann noch grün, und das Korn lasse sich mit dem Fingernagel eindrücken, ohne dass es spritze. Dieser Termin liege etwa zwei bis drei Wochen vor dem eigentlichen Mähdrusch. Bei der Ernte zerkleinere der Häcksler die Getreidepflanzen zu etwa 8 mm großen Teilstücken. Bei diesem Prozess müssten Halme, Knoten und Körner angerissen werden, denn nur so könnten Nährstoffe und Energie vom Tier verdaut werden. Auch die sorgfältige Silierung, bei der Milchsäurebakterien als Hilfsmittel eingesetzt werden könnten, entscheide mit über die spätere Qualität des Futters. (03.07.2009)

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