DLG und Schott Solar entwickeln Teststandard für Solarmodule
FRANKFURT. Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) entwickelt derzeit ein neues, standardisiertes Testverfahren für Solarmodule im landwirtschaftlichen Einsatz. Um die Praxistauglichkeit des Prüfverfahrens sicherzustellen und bereits vorhandenes Know-how zu nutzen, arbeitet die DLG mit dem Solarmodulhersteller Schott Solar AG zusammen. Ziel ist es laut DLG, bis November dieses Jahres einen einheitlichen Standard festzulegen. Erste Vortests wurden bereits gestartet; die gesamte Testphase soll bis November 2009 abgeschlossen sein. Danach können Hersteller von Solarmodulen ihre Produkte bei der DLG nach dem neuen Testverfahren prüfen und auch zertifizieren lassen. Experten zufolge kommen in Deutschland rund 20 % aller verkauften Photovoltaik-Anlagen auf Landwirtschaftsbetrieben zum Einsatz. Viele Landwirte fragten sich allerdings, ob die Solarmodule den speziellen Anforderungen in ihren Betrieben standhielten, so die DLG. Oft betrachteten die gängigen, anerkannten Testverfahren das Problem von Ammoniakdämpfen und Staubpartikeln, die den Alterungsprozess von Modulen beschleunigen könnten, nicht genügend. Deshalb sei für die Landwirtschaft ein spezielles Testverfahren notwendig. Gleichzeitig könnten durch ein standardisiertes Gütesiegel Vertrauen in die Produkte geschaffen und Investitionssicherheit gegeben werden. Dabei stelle die Schott Solar AG das Know-how ihrer Wissenschaftler und Ingenieure zur Verfügung. AgE (08.10.2009)
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