Nur wenig Bewegung am Frankfurter Schlachtschweine-Terminmarkt
FRANKFURT/PARIS. Die Schlachtschweinenotierungen an der Eurex in Frankfurt haben sich zumindest auf vordere Termine zuletzt kaum bewegt. Der Frontmonat passte sich in der Berichtswoche zum 21. Januar dem Niveau des Vereinigungspreises an; im Vergleich zur Vorwoche kletterte die Notierung um 0,4 Cent auf 1,299 Euro/kg Schlachtgewicht (SG). Der für den Kassamarkt relevante Vereinigungspreis wurde am Freitag erneut auf 1,30 Euro/kg SG festgelegt. Ebenfalls nur marginale Veränderungen verbuchten die von der Eurex angebotenen Folgemonate: Februar-Schweine verteuerten sich in der Berichtsperiode um 0,8 Cent und wurden zum Handelsschluss am Donnerstag mit 1,32 Euro/kg SG bewertet. Für den März-Kontrakt waren unverändert zur Vorwoche 1,36 Euro/kg SG anzulegen. Gehandelt wurden in der Berichtswoche auch Juni- und Juli-Tiere, und zwar für 1,44 Euro/kg SG beziehungsweise leicht darüber. Nach Darstellung von Händlern ließ sich das Schweineangebot problemlos an die Schlachtunternehmen absetzten. Bezüglich der Inlandsnachfrage nach Schweinefleisch wurde von einer „erstaunlich stabilen“ Entwicklung berichtet. Erneut in sehr fester Verfassung präsentierte sich der Ferkelterminmarkt in Frankfurt, wobei am vergangenen Mittwoch mit 30 Kontrakten der höchste Umsatz seit mehr als einem Jahr verzeichnet wurde. Gekauft wurden unter anderem 14 Januar-Kontrakte für 43,60 Euro bezogen auf das 25-kg-Tier; dieser Kurs galt auch Donnerstag, was im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 90 Cent bedeutete. Für Ferkel zur Einstallung im Februar waren 45,30 Euro anzulegen; das waren 30 Cent mehr als sieben Tage vorher. Der März-Kontrakt wurde stabil mit 46,50 Euro bewertet. Gehandelt wurden außerdem Mai- sowie Juni-Ferkel, und zwar für 45 Euro beziehungsweise 44 Euro.
Relativ wenig Kartoffel-Kontrakte gehandelt
Deutlich mehr Bewegung als der Schlachtschweinekomplex zeigten während der Berichtswoche die an der Eurex gehandelten Terminkontrakte für Verarbeitungskartoffeln, wobei es allerdings mit den Preisen nach unten ging. Der vordere April-Kontrakt rutschte wieder unter die Marke von 10 Euro/dt; er schloss am vergangenen Donnerstag zu 9,90 Euro/dt, was verglichen mit der Notierung sieben Tage zuvor einem Abschlag von 50 Cent entsprach. Deutlich schwächer tendierte auch der Folgekontrakt: Juni-Ware verlor in der Berichtsperiode unter dem Strich 80 Cent/dt und wurde am Donnerstag für 11,70 Euro/dt abgerechnet. Gehandelt wurde erneut auch Ware aus der Ernte 2010 zur Abrechnung im April 2011, am vergangenen Mittwoch für 13,20 Euro/dt. Am Donnerstag waren 13,30 Euro/dt dafür anzulegen. Ingesamt war das Interesse an den Eurex-Kontrakten für Verarbeitungskartoffeln zuletzt aber vergleichsweise moderat; es wurden während der Berichtsperiode weniger als 300 Kontrakte gehandelt. Weiterhin in schwacher Verfassung zeigte sich der europäische Weizenterminmarkt. Ware zur Abrechnung im März gab an der Matif in Paris um 1,25 Euro auf 127,25 Euro/t nach; das war der niedrigste Stand seit Anfang Oktober. Zeitweise fiel der Kurs bis nahe an die Marke von 125 Euro/t, obwohl von lebhafteren Exporten aus der EU berichtet wurde. Mai-Weizen verbilligte sich um 1,50 Euro/t auf glatt 129 Euro/t. Für Weizen aus der Ernte 2010 waren am vergangenen Donnerstag in Paris 136,75 Euro/t anzulegen; das waren 1,75 Euro/t weniger als eine Woche vorher. AgE
(25.01.2010)
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