Schon 2 000 Fenster für die Feldlerche geschaffen
BERLIN. Bundesweit haben Landwirte bereits 2 000 Fenster im Getreidebestand für die Feldlerche geschaffen. Damit könne eine erfolgreiche Zwischenbilanz des im vergangenen Sommer gestarteten Gemeinschaftsprojektes „1 000 Äcker für die Feldlerche“ gezogen werden, betonten die beiden Projektträger, der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) vergangene Woche in Berlin. Ziel dieses von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projektes sei es, die Lebensbedingungen für die Feldlerche auf möglichst vielen Äckern in Deutschland zu verbessern. Der Feldlerche mache besonders die Umstellung des Anbaus auf schnell aufwachsende Getreidesorten zu schaffen, da die Vögel zur Brutzeit offene Bodenstellen zur Nahrungssuche benötigten. In den Fenstern fänden die Lerchen mehr Nahrung als auf dem übrigen Acker und könnten dadurch mehr Nachwuchs groß ziehen. „Das Interesse der Landwirte, Feldlerchenfenster zu schaffen, ist groß“, bilanzierte Dominic C i m i o t t i vom Michael-Otto-Institut im NABU. Auch DBV-Umweltreferent Steffen P i n g e n zeigte sich mit der Beteiligung zufrieden: „Mit Umsetzung der Maßnahme auf 500 Äckern wurde nach einem halben Jahr bereits die Hälfte der symbolischen tausend Äcker erreicht; hiermit zeigen die Landwirte eine große Bereitschaft, freiwillig einen Beitrag zum Artenschutz zu leisten“. In Nordrhein-Westfalen wurden laut DBV und NABU darüber hinaus bei einem Partnerprojekt in einer Kooperation zwischen der Landesregierung und den beiden Landesbauernverbänden auf der Basis einer finanziellen Förderung zusätzlich 9 000 Lerchenfenster angelegt. NABU und DBV äußerten die Hoffnung auf eine weitere Begeisterung und Teilnahmebereitschaft unter den Landwirten. Bei der kommenden Frühjahrsaussaat sollten erstmals Feldlerchenfenster auch im Mais und im Sommergetreide angelegt werden. (s.pingen@bauernverband.de, dominic.cimiotti@nabu.de, www.bergenhusen.nabu.de, www.bauernverband.de) AgE (25.01.2010)
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