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IGC erwartet Rückgang der globalen Weizenproduktion

LONDON. Der Internationale Getreiderat (IGC) rechnet für das kommende Wirtschaftsjahr mit einem weiteren Rückgang der globalen Weizenerzeugung. Dabei gehen die Londoner Marktexperten in ihrem am vergangenen Freitag veröffentlichten Bericht von einer Einschränkung der Weizenfläche um weltweit insgesamt 1,1 % auf 221 Mio ha aus. Deutlich zurückgehen, nämlich um fast 11 %, soll der Anbau in den USA, während für die Europäische Union eine leichte Ausweitung erwartet wird. Einschränkungen zwischen knapp 2 % und 5 % erwartet der IGC in Kanada, Russland, der Ukraine und Australien. Dagegen dürften die Farmer in Argentinien nach der zuletzt dürrebedingt sehr kleinen Anbaufläche in diesem Jahr deutlich mehr Weizen aussäen. Unter der Annahme, dass keine unerwarteten Wetterextreme auftreten, schätzt der Getreiderat die Welt-Weizenproduktion 2010/11 in seiner ersten Trendertragsprognose auf 653 Mio t; das wären rund 21 Mio t beziehungsweise gut 3 % weniger als in der laufenden Kampagne, für die der IGC seine Schätzung jetzt um 6 Mio t auf 674,3 Mio t anhob. In der Saison 2008/09 war mit 685,7 Mio t das bisher größte Weizenaufkommen eingebracht worden. Angesichts zweier sehr guter Ernten in Folge dürften Erzeuger und Handel mit sehr umfangreichen Beständen in die neue Saison gehen: Der IGC rechnet für 2010/11 mit einem globalen Anfangsbestand von 197 Mio t Weizen. Sollte sich die Trendprognose zur Produktion erfüllen, stünden in der kommenden Vermarktungskampagne weltweit insgesamt 850 Mio t Weizen zur Verfügung, so viel wie noch nie. Im laufenden Wirtschaftsjahr sind es gemäß den Schätzungen der Londoner Marktbeobachter 839 Mio t; im Rekorderntejahr 2008/09 waren es aufgrund der zuvor stark abgebauten Bestände dagegen „nur“ 804 Mio t. AgE (28.01.2010)

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