Tackmann fordert Unterstützung der Bundesregierung zur Blauzungenimpfung
BERLIN. Die Bundesregierung muss nach Ansicht der agrarpolitischen Sprecherin der Bundestagsfraktion Die Linke, Dr. Kirsten T a c k m a n n , in enger Absprache mit den Ländern die freiwillige Impfung gegen die Blauzungenkrankheit aktiv unterstützen. Nur so ließen sich das von Forschern vorausgesagte hohe Risiko des Wiederaufflammens der Krankheit mit verheerenden ökonomischen und tierschutzrelevanten Folgen verhindern, so Tackmann vergangene Woche in einer Presseinformation. Sie warf der Bundesregierung vor, ihre Unkenntnis über die Regelungen in den Ländern sei angesichts des hohen Risikos unverantwortlich. Der Parlamentarische Staatssekretär vom Bundeslandwirtschaftsministerium, Dr. Gerd M ü l l e r , hatte in einer schriftlichen Antwort auf eine Anfrage eingeräumt, dass der Bundesregierung keine Informationen der Länder im Hinblick auf die Begleitung der nunmehr freiwilligen Impfung gegen die Blauzungenkrankheit vorlägen. Müller wies darauf hin, dass für den Fall, dass Tierseuchenkassen der Länder die freiwillige Impfung finanziell unterstützten, Kofinanzierungsmittel bei der EU-Kommission beantragt worden seien. Über den Antrag sei noch nicht entschieden worden. Tackmann erklärte dazu, ihre Fraktion fordere die Bundesregierung auf, die Länder aktiv in ihren Flankierungsbemühungen bei der freiwilligen Blauzungenimpfung zu unterstützen. Die unterschiedlichen Vorgehensweisen der einzelnen Länder verlangten nach einem aktiven Engagement des Bundes. Die Betriebe könnten die Risikovorsorge nicht allein tragen, schon gar nicht in der aktuellen wirtschaftlichen Lage. Die Unterstützung von den Länderhaushalten oder der wirtschaftlichen Erwägung der Tierseuchenkassen abhängig zu machen, werde gerade einer Tierseuche nicht gerecht, die durch Mücken übertragen werde und gegen die sich die Betriebe ohne Impfung nur schwer schützen könnten, betonte Tackmann. AgE (28.01.2010)
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