Mehr als 40 000 Verbraucher sagen: „Schluss mit Käsetäuschung“
BERLIN. Mehr als 40 000 Verbraucherunterschriften gegen Imitate bei Lebensmitteln hat der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd S o n n l e i t n e r , vergangene Woche an Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse A i g n e r überreichen können. „Wir Bauern sind für das Original. Schummelkäse ist mit uns nicht zu machen“, stellte Sonnleitner dabei klar. Er forderte die Ministerin auf, beim Thema Imitate „am Ball zu bleiben“ und keine „Mogelpackungen“ in den Regalen des Lebensmitteleinzelhandels zu dulden. Die Rezepturen müssten wieder auf unverfälschte Zutaten umgestellt werden. Die Verbraucher wollten gesunde und qualitativ hochwertige Lebensmittel, betonte der DBV-Präsident. Außerdem sei von der Lebensmittelindustrie eine eindeutige Kennzeichnung zu erwarten, denn, „wo Milch und Schinken draufsteht, muss auch Milch und Schinken drin sein“. Sonnleitner stellte fest, die Unterzeichner hätten mit ihrer Unterschrift den eindeutigen Willen zu echten Lebensmitteln zum Ausdruck gebracht. Den Bauernverband bestätige dies in seiner strikten Ablehnung, dass den Verbrauchern mit Original-Lebensmitteln zu verwechselnde künstliche Ersatzprodukte wie zum Beispiel Imitatkäse und -schinken auf Pizza angeboten würden. Qualitativ hochwertige Lebensmittel, die die deutschen Landwirte, das Handwerk und ein Großteil der Ernährungsindustrie erzeugten, dürften nicht durch billige und in der Regel qualitativ minderwertige Plagiate in Misskredit gebracht werden. Dadurch würden Verbraucher verunsichert und die Agrarmärkte unnötig belastet. Besonders angesichts niedriger Milchpreise könne es nicht sein, dass gute Milch aus heimischer Produktion in Speiseeis, Backwaren und Pizzakäse durch minderwertige Zutaten ausgetauscht werde, so der DBV-Präsident. AgE (29.01.2010)
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