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ISN-Geschäftsführer Breuer rechnet mit Schweinepreisen um die 1,50 Euro im Sommer

Vorstandsmitglied Rietfort sagt für 2009 sogar einen Durchschnittserlös in dieser Höhe voraus - Verweis auf Zunahme der Schlachtzahlen und Rückgang der Schweinebestände - Enttäuschung über novellierte VDI-Richtlinie und Ammoniakleitfaden - Schweinemast in den vergangenen Jahren lukrativer als Ferkelerzeugung - „Fokus Schwein Münsterland“ in Coesfeld

MÜNSTER. Mit einem deutlichen Anstieg der Schlachtschweinepreise in diesem Jahr rechnet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN). Geschäftsführer Detlef B r e u e r wies beim „Fokus Schwein Münsterland“ am vergangenen Mittwoch in der Bürgerhalle Coesfeld darauf hin, dass der Bau von neuen Schweineställen mit dem Expansionstempo der Schlachtbetriebe zurzeit nicht mithalten könne. Der intensive Wettbewerb ums Schwein werde den Mästern in diesem Sommer Schweinepreise um die 1,50 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht (SG) bescheren, und die Zuchtsauenhalter könnten zum Frühjahr Ferkelpreise von 45 Euro „plus“ erwarten, zeigte sich Breuer überzeugt. ISN-Vorstandsmitglied August R i e t f o r t gab sich noch optimistischer. Steigende Schlachtzahlen und sinkende Schweinebestände seien für ihn Grund zur Annahme, dass der durchschnittliche Schlachtschweinepreis 2009 über der Marke von 1,50 Euro SG liegen werde. „Der Markt wird seinen Weg gehen“, sagte Rietfort. Enttäuscht sei er von der neuen Richtlinie des Verbandes Deutscher Ingenieure (VDI) zu Emissionen und Immissionen in der Tierhaltung, stellte das ISN-Vorstandsmitglied weiter fest. Die neuen Geruchsemissionswerte seien ohne wissenschaftliche Begründung ausgerechnet bei der Schweinehaltung um bis zu 50 % erhöht worden. „Das ist Verhinderungspolitik gegen Schweineställe“, kritisierte der Mäster. Des Weiteren werde der Ammoniakleitfaden - ohne bundesrechtliche Verankerung - insbesondere im Kreis Coesfeld schon sehr strikt angewandt. (01.02.2010)

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