Bodenhaltungseier knacken die Marke von 50 Prozent
BONN. Vom Verbot der klassischen Käfighaltung von Legehennen haben Eier aus der Bodenhaltung offensichtlich am stärksten profitiert. Wie die „Marktinfo Eier & Geflügel“ (MEG) am vergangenen Donnerstag in Bonn berichtete, entfiel im vierten Quartal 2009 erstmals mehr als die Hälfte aller nach Haltungsformen identifizierbaren Eier, die die privaten Haushalte einkauften, auf das Segment Bodenhaltung. Der Berechnung der MEG zufolge, die auf den aktuellen Panelergebnissen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) basiert, belief sich der betreffende Marktanteil auf 51,7 %. Insgesamt wurden im Zeitraum Oktober bis Dezember 2009 von den privaten Haushalten in Deutschland 1,98 Milliarden Eier gekauft; das waren 1,0 % weniger als im vierten Quartal von 2008. Der Zuwachs der Bodenhaltung ging laut MEG klar zu Lasten der Käfigware. Eier mit der Kennzeichnung 3 brachten es in der Berichtsperiode auf 17,3 % der privat eingekauften Eier, wobei die GfK-Daten keine Unterscheidung zwischen konventioneller Käfig- und der neuen Kleingruppenhaltung erlauben. Deutsche Eier aus konventioneller Käfighaltung gibt es bekanntlich seit Jahresbeginn nicht mehr. Von ihrem Verbot konnten Eier aus der Freilandhaltung nur geringfügig und Bioeier bisher gar nicht profitieren. Vielmehr sank der Anteil der Bioeier an den privaten Haushaltseinkäufen im vierten Quartal 2009 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 0,2 Prozentpunkte auf 6,6 %. Dies sei von Marktbeteiligten auch auf die mangelnde Verfügbarkeit zurückgeführt worden, erläuterte die MEG. Freilandeier steigerten ihren Anteil von 23,8 % auf 24,5 %. AgE (02.02.2010)
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