Aigner will Ministerium breiter aufstellen
BERLIN. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse A i g n e r will ihr Ressort breiter aufstellen. „Wir sind längst viel mehr als das klassische Landwirtschaftsressort“, sagte die CSU-Politikerin bei der Amtseinführung des neuen Staatssekretärs Dr. Robert K l o o s am vergangenen Donnerstag in Berlin . Das Haus werde in der Öffentlichkeit immer stärker als ein Ministerium wahrgenommen, das sich mit Fragen auseinandersetze, die das Leben jedes einzelnen Bürgers beträfen. „Hier wollen wir daran arbeiten, tragfähige Antworten zu geben, ohne unsere klassischen Aufgaben zu vernachlässigen“, kündigte Aigner an. Dem erweiterten Aufgabenspektrum müssten auch die Organisationsstrukturen Rechnung tragen. Im Einzelnen gehe es darum, in der Landwirtschaftspolitik die Wertschöpfungskette im Auge zu haben. Die Ernährungspolitik sei zu stärken. Dabei müsse vor allem der Gesundheits- und Präventionsgedanke noch mehr im Bewusstsein der Verbraucher verankert werden. Daher liege es nahe, die Ernährungsfragen mit der Lebensmittelsicherheit zu verzahnen. Die Verbraucherschutzpolitik müsse weiter verstärkt werden. Umwelt-, Klima- und Energieaspekte in der Politik des Hauses seien zu bündeln und zu akzentuieren. Schließlich will Aigner eine Politik für ländliche Räume mit zukunftsweisender Ausrichtung formulieren und die Exportaktivitäten auch organisatorisch weiter stärken. Forschung und Innovation sollen ihren Angaben zufolge zu einem Markenzeichen des Ressorts entwickelt werden. Vor diesem Hintergrund sei es notwendig, Aufgaben kritisch zu hinterfragen, fachliche Abgrenzungen und die Zusammenarbeit innerhalb des Hauses zu optimieren sowie die Kooperation mit den Forschungsorganisationen und Behörden des Geschäftsbereichs zu intensivieren und neu zu definieren. Die Ministerin forderte ihre Beamten auf, die aufkommenden Fragen offen zu diskutieren. Am Ende solle ein Ministerium stehen, „das gut für die Zukunftsaufgaben aufgestellt ist und für Effizienz und politische Wirksamkeit steht“. Keinen Zweifel ließ Aigner an der Beibehaltung des Tandems „Bonn-Berlin“. Eine Arbeitsgruppe befasse sich derzeit mit einem langfristig tragfähigen Konzept für die Aufgabenteilung zwischen den beiden Dienstsitzen des Ministeriums. AgE (05.02.2010)
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