Terminpreise für Schlachtschweine weiter im Aufwärtsgang
Für Februar-Tiere wurden an der Eurex am vergangenen Donnerstag fast 1,38 Euro pro Kilogramm Schlachtgewicht gezahlt - „Ungebrochene“ Nachfrage der Verarbeiter - Ferkelnotierungen tendieren ebenfalls fest - Verarbeitungskartoffeln niedriger bewertet - Weizenterminpreise bewegen sich kaum.
FRANKFURT/PARIS. Die feste Tendenz am Frankfurter Schlachtschweine-Terminmarkt hält weiter an. Tiere zur Abrechnung in der dritten Februardekade verteuerten sich an der Eurex in der Berichtswoche zum 4. Februar 2010 um fast 4 Cent oder 2,8 % auf 1,378 Euro/kg Schlachtgewicht (SG). Damit entsprach der Frontmonat in seiner Bewertung praktisch dem für den Kassamarkt wichtigen Vereinigungspreis, der am Freitag um 4 Cent auf 1,38 Euro/kg SG heraufgesetzt wurde. Weniger dynamisch entwickelten sich zuletzt die an der Eurex gehandelten Folgemonate für Schlachtschweine. Der März-Kontrakt wurde am Donnerstag in der Mainmetropole zu 1,39 Euro/kg SG abgerechnet; das bedeutete gegenüber der Woche zuvor ein Plus von 1,5 Cent oder 1,1 %. Der April-Future legte um 2,5 Cent beziehungsweise 1,8 % auf glatt 1,40 Euro/kg SG zu. Händler berichteten mit Blick auf den Kassamarkt von einer „ungebrochenen“ Nachfrage der Schlachtunternehmen bei begrenztem Angebot. Die Verarbeiter seien weiterhin um eine volle Auslastung ihrer Kapazitäten bemüht, hieß es. Parallel zu den Schlachtschweinepreisen zogen auch die Ferkelnotierungen weiter an: An der Eurex waren am vergangenen Donnerstag für ein 25-kg-Ferkel zur Einstallung im Februar 48 Euro anzulegen; das bedeutete bezogen auf die Berichtswoche einen Aufschlag von 1,50 Euro. März-Ferkel verteuerten sich um 0,80 Euro auf 48,50 Euro. Gehandelt wurden in der Berichtsperiode aber vor allem Ferkel zur Abrechnung im Juni, und zwar zuletzt für 46,50 Euro.
Weizenterminmarkt lustlos
Die Preise für Veredlungskartoffeln an der Eurex gaben in der Berichtswoche nach. Der vordere April-Kontrakt verlor 0,20 Euro an Wert und ging am vergangenen Donnerstag zu einem Kurs von glatt 10 Euro/dt aus dem Handel. Der Folgemonat verbilligte sich um den gleichen Betrag; Juni-Ware kostete am Berichtstag 12,20 Euro/dt. Gehandelt wurden erneut auch Verarbeitungskartoffeln zum Termin April 2011; der betreffende Kontrakt wurde am Donnerstag von der Eurex unverändert zur Vorwoche für 13,50 Euro/dt gehandelt. Eher lustlos präsentierte sich zuletzt der europäische Weizenterminmarkt. Der an der Pariser Terminbörse Matif gelistete Mahlweizen zur Andienung im März gab während der Berichtsperiode um 0,50 Euro auf 125,50 Euro/t am vergangenen Donnerstag nach. Mai-Ware verteuerte sich hingegen leicht auf 128,25 Euro/t. Der Preis für Weizen aus der neuen Ernte blieb unverändert; für den November-Kontrakt waren am Berichtstag wie sieben Tage zuvor 135,25 Euro/t zu zahlen. In den USA tendierte neuerntiger Weizen dagegen schwächer; an der Leitbörse in Chicago rutschte der betreffende Juli-Kontrakt erstmals seit Anfang Oktober 2009 wieder unter die Marke von 5 $/bu (132 Euro/t). Das US-Landwirtschaftsministerium veröffentlicht in dieser Woche seinen nächsten Bericht zur Entwicklung des Weltgetreidemarktes. Große Änderungen zum Januar-Report wurden nicht erwartet. Während die Weizenerzeugung in Australien etwas kleiner ausgefallen sein dürfte als bisher geschätzt, zeichnet sich in Indien für 2010 erneut eine Rekordernte ab. Privaten Schätzungen zufolge könnte das Weizenaufkommen dort 82 Mio t erreichen; das wären gut 1,4 Mio t Weizen mehr als 2009 eingebracht wurde. AgE
Umrechnungskurs: 1 $ = 0,7188 Euro
(08.02.2010)
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