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Landwirte können Pilzgifte nicht komplett ausmerzen

BRÜSSEL. Die europäischen Landwirte wollen zur Verringerung der Belastung von Getreide mit Pilzgiften ihren Beitrag leisten, können dies aber nicht alleine tun. Das haben die EU-Ausschüsse der Bauernverbände (COPA) und ländlichen Genossenschaften (COGECA) anlässlich des Europäischen Forums Mykotoxine in Getreide unterstrichen, das am Montag und Dienstag vergangener Woche stattfand. Im Verlauf des Forums wurde von Teilnehmern bestätigt, dass die Mykotoxinbelastung vor allem von den Witterungsbedingungen in Schlüsselphasen der Pflanzenentwicklung abhänge, gefolgt von Rückständen in den Kulturen. COPA/COGECA-Experte Ian B a c k h o u s e erklärte, Landwirte seien zwar dazu in der Lage, das Vorkommen von Fusarientoxinen zu begrenzen oder sogar zu verringern, aber sie könnten sie gewiss nicht von Grund auf ausmerzen. Mittelfristig brauche der Berufsstand neue Sorten und eine breite Auswahl an Pflanzenschutzmitteln. Die visuelle Überwachung eines Befalls auf dem Acker sei nicht möglich. Der Gesetzgeber müsse den Landwirten flexible Instrumente an die Hand geben, um zur Feldbewirtschaftung die richtigen Entscheidungen treffen zu können, so Backhouse. Beispielsweise müsse man es dem Bauern und nicht den Gesetzemachern überlassen, ob ein Acker gepflügt oder pfluglos bearbeitet werde. Schließlich verfügten die Landwirte über alle notwendigen Informationen. Höhere Ansprüche durch EU-Vorschriften setzten den Berufsstand zusätzlich unter Druck. Landwirte könnten nicht das Unkontrollierbare, nämlich die Witterungsbedingungen, kontrollieren. Man müsse eine Strategie entlang der gesamten Lebensmittelkette entwerfen. AgE (09.02.2010)

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