Notierungen am Frankfurter Schlachtschweine-Terminmarkt bröckeln
FRANKFURT/PARIS. Die Schlachtschweinenotierungen an der Eurex in Frankfurt haben auf vordere Termine zuletzt etwas nachgegeben. Der diesen Mittwoch auslaufende Frontkontrakt verlor in der Berichtswoche zum 18. Februar unter dem Strich 0,4 Cent oder 0,3 % und wurde am vergangenen Donnerstag für 1,375 Euro/kg Schlachtgewicht (SG) abgerechnet. Die Notierung lag damit marginal unter dem für den Kassamarkt relevanten Vereinigungspreis, der am Freitag erneut auf 1,38 Euro festgelegt wurde. Einen stärkeren Rückgang verzeichnete der von der Eurex angebotene Folgemonat: März-Schweine verbilligten sich in der Berichtsperiode um 1,5 Cent beziehungsweise 1,1 % und wurden am Donnerstag entsprechend dem Kassapreis mit 1,38 Euro/kg SG bewertet. Für den April-Kontrakt waren 1,405 Euro/kg SG anzulegen; das waren 0,5 Cent weniger als eine Woche zuvor. Gehandelt wurden im Berichtstag auch Juni- sowie August-Tiere, und zwar für 1,465 Euro/kg SG beziehungsweise 1,50 Euro/kg SG. Mit Blick auf den Kassamarkt berichteten Händler von einem für die Jahreszeit normalen Angebot an Schlachtschweinen, das auf eine gute Aufnahmebereitschaft der Schlachtbetriebe treffe. Der Karneval habe den Absatz nicht beeinträchtigt, das Exportgeschäft etwas an Fahrt gewonnen, hieß es. Während der Ferkelkassamarkt stabil bis fester tendierte, stand der Terminmarkt in Frankfurt zuletzt etwas unter Druck. Für Ferkel zur Einstallung noch in diesem Monat waren am Donnerstag 49,70 Euro anzulegen; das waren 30 Cent weniger als sieben Tage vorher. Der März-Kontrakt wurde für glatt 50 Euro gehandelt, was gegenüber der Vorwoche einem Abschlag von 1,60 Euro beziehungsweise gut 3 % entsprach.
Augenmerk der Kartoffelhändler geht in Richtung 2011
Zunächst nach unten, dann aber wieder nach oben ging es während der Berichtswoche mit den an der Eurex gehandelten Terminkontrakten für Verarbeitungskartoffeln. Letztlich war am vergangenen Donnerstag für den vorderen April-Kontrakt der gleiche Betrag wie eine Woche zuvor anzulegen, nämlich 9,20 Euro/dt. Zeitweise war der Frontmonat in der Berichtsperiode für glatt 9 Euro/dt gehandelt worden. Juni-Ware kostete am Donnerstag - ebenfalls unverändert zur Notierung sieben Tage vorher - 11,40 Euro/dt. Etwas fester tendierten hingegen Verarbeitungskartoffeln aus der Ernte 2010 zur Abrechnung im April 2011; dafür wurden am Berichtstag 13,40 Euro/dt gezahlt; das waren 20 Cent mehr als eine Woche zuvor. Das Interesse an den Eurex-Kontrakten für Verarbeitungskartoffeln hat sich zuletzt zunehmend in Richtung neuer Ernte verschoben: Bezogen auf diesjährige Ware wurden während der fünf Börsentage bis zum 18. Februar 156 Kontrakte gehandelt, verglichen mit 162 Futures, die noch auf die Ernte 2009 ausgelegt sind. In sehr schwacher Verfassung zeigte sich zuletzt der europäische Weizenterminmarkt. Ware zur Abrechnung im März gab an der Matif in Paris in der Berichtsperiode um 2,50 Euro auf 123,50 Euro/t nach. Am Freitag rutschten die Kurse bis zum Mittag noch weiter, nämlich auf weniger als 122 Euro/t. Das bedeutete ein neues Kontrakttief. Händler verwiesen auf die negativen Preisvorgaben aus den USA, die ungeachtet der aktuellen Dollarstärke auch die europäischen Getreidemärkte in Mitleidenschaft zögen. Enttäuschung herrschte im EU-Handel außerdem über das magere Abschneiden französischer Weizenangebote bei der jüngsten Ausschreibung Ägyptens, das sich überwiegend für russische Ware entschied. AgE
(22.02.2010)
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