Deutscher Milchmarkt in Stichworten
Milchanlieferungen entwickeln sich uneinheitlich - Weniger Anlieferungen in Nordrhein-Westfalen - Butternotierungen bleiben stabil - Käse nach Beginn der Fastenzeit verstärkt nachgefragt - Stabile Preise für wichtige Käsesorten - Produktion von Magermilchpulver weiter gesteigert
BERLIN. Die Milchanlieferungen an die Molkereien in Deutschland haben sich in der Woche zum 14. Februar 2010 uneinheitlich entwickelt. Das Rohstoffaufkommen in Rheinland-Pfalz erhöhte sich laut Angaben der Milchwirtschaftlichen Arbeitsgemeinschaft gegenüber der Vorwoche um 0,4 %. Von einer leicht steigenden Entwicklung der Anlieferungen sprach auch der Verband der Milcherzeuger Bayerns (VMB). Aus Nordrhein-Westfalen meldete die Landesvereinigung der Milchwirtschaft hingegen ein saisonales Minus von 1,6 %. In Niedersachsen verringerte sich die angediente Milchmenge nur leicht um 0,1 %. Bundesweit hatte sich die Liefermenge in der Woche zum 7. Februar um 0,8 % erhöht. Während in Ostdeutschland ein Plus von 1,6 % verzeichnet wurde, fiel der Anstieg im Westen mit 0,6 % etwas geringer aus. Gegenüber der Vorjahreswoche wuchs das Rohmilchaufkommen laut Angaben der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsens bundesweit um 0,2 %. Dabei wurde die Vorjahreslinie in den neuen Bundesländern um 2 % unterschritten. In Westdeutschland wurde das Vorjahresniveau dagegen um 0,8 % übertroffen.
Butterproduktion zurückgefahren
Die Butterproduktion wurde von den meldenden Betrieben in der Bundesrepublik während der Woche zum 7. Februar saisonal um 10,3 % zurückgefahren; gemessen an der Vorjahreswoche verringerte sich die hergestellte Menge um 11,6 %. Wie der VMB berichtete, haben in Bayern Mitte Februar die niedrigen Verkaufspreise für Butter den Absatz angeregt. Allerdings fehlte es an Preisimpulsen. Der obere Wert der Preisspanne für abgepackte Butter wurde in München auf 3,10 Euro/kg zurückgenommen. Aus Niedersachsen wurde vergangene Woche eine steigende Butterproduktion gemeldet. In Hannover blieben die Butternotierungen in der Berichtswoche unverändert. Die Butterbestände in der privaten Lagerhaltung in Deutschland erhöhten sich in der Woche zum 19. Februar gemäß den Daten der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) saisonal um 151 t auf 5 639 t; das waren 684 t weniger als ein Jahr zuvor. Aus der staatlichen Intervention wurde erneut keine Butter entnommen. Die Vorratsmenge belief sich unverändert auf 63 775 t.
Weniger Käse produziert
Die meldepichtigen Käsereien in Deutschland schränkten ihre Produktion in der Woche zum 7. Februar saisonal um 6,4 % ein. Das Aufkommen der Vorjahreswoche wurde aber um 1,1 % übertroffen. Laut VMB kann Käse - wie üblich - mit dem Ende der Karnevalszeit und somit dem Beginn der Fastenzeit generell eine höhere Resonanz beim Verbraucher erreichen. Dies zeigte sich sowohl im Hartkäse- als auch im Weichkäsesegment. Auch die Entwicklung des Schnittkäsemarktes wurde von einer weiterhin freundlichen Tendenz geprägt. Die Produktion von Magermilchpulver in Deutschland bewegte sich in der Berichtswoche trotz eines starken Anstiegs weiterhin auf einem deutlich niedrigeren Niveau als in den Vorjahren. Die meldepflichtigen Betriebe steigerten bundesweit die Trocknung saisonal um 12,8 %. Die Vorjahresmenge wurde aber um 17,9 % unterschritten. Die Preise für Sprühware in Lebensmittelqualität blieben unverändert, ebenso die Notierung für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität. Bei Futtermittelware wurde im Kempten der obere Wert um 3 Cent auf 1,83 Euro/kg heraufgesetzt. AgE (23.02.2010)
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