Relativ wenig Bewegung an den EU-Schlachtrindermärkten
BRÜSSEL. Nach den zum Teil deutlichen Aufschlägen seit Jahresbeginn haben sich die Notierungen für Schlachtrinder an den repräsentativen Märkten der Europäischen Union in der Woche zum 14. Februar 2010 im Schnitt relativ wenig bewegt. Das Preisniveau für Jungbullen der Handelsklasse R3 erhöhte sich im gewogenen Mittel der meldenden Mitgliedstaaten laut Angaben der Brüsseler Kommission saisonal um 1,34 Euro oder 0,4 % auf 329,55 Euro/100 kg Schlachtgewicht (SG). Maßgeblich für das Plus war unter anderem der starke Anstieg der Preise in Italien um 3,1 %. In Griechenland, den Niederlanden und Schweden zogen die Notierungen in ähnlicher Größenordnung an. In Deutschland verbuchten die R3-Rinder einen moderaten Aufschlag von 0,2 %. Andererseits mussten die Bullenmäster in Spanien, Großbritannien und Frankreich Erlöseinbußen zwischen 0,5 % und 0,9 % hinnehmen. Polen verzeichnete ein Preisminus von 1,0 %, wobei aber auch der Wertverlust des Zloty zu Buche schlug. Irland meldete ein Minus von 0,1 %. Leicht schwächer tendierte in der Berichtswoche der Markt für Schlachtkühe. Für Tiere der Handelsklasse O3 wurden im Schnitt der meldenden EU-Staaten 221,18 Euro/100 kg SG gezahlt, das waren 0,59 Euro beziehungsweise 0,3 % weniger als eine Woche zuvor. Dabei gab die Notierung in Deutschland um 0,9 % nach. In Italien verbilligten sich O3-Kühe um 0,3 %, in Polen um 0,7 %. Besonders deutlich stand der Schlachtkuhmarkt auf der iberischen Halbinsel unter Druck: Spanien verbuchte ein Minus von 2,5 %, Portugal einen Abschlag von 3,9 %. Auffallend war im Vergleich dazu der Anstieg der Kuhpreise in Schweden um gut 5 %. Dort präsentierte sich auch der Schlachtfärsenmarkt in freundlicher Stimmung, während sich dieser im EU-Mittel nur knapp behaupten konnte. Tiere der Handelsklasse R3 verbilligten sich im gewogenen Durchschnitt der meldenden Länder um 0,38 Euro oder 0,1 % auf 312,21 Euro/100 kg SG. Dabei verschlechterten sich die Preise in Deutschland und Frankreich um 0,3 %, in Spanien und Irland um 0,2 %. Polen meldete ein Minus von 1,5 %, das zum Teil aber wechselkursbedingt war. Mehr gezahlt für R3-Färsen wurde außer in Schweden auch in Italien, wo die Notierung um 0,8 % nach oben kletterte. AgE (23.02.2010)
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