Masthähnchenproduktion in Deutschland binnen zehn Jahren verdoppelt
BONN. Die Hähnchenmastbetriebe in Deutschland haben auch im vergangenen Jahr ordentlich Gas gegeben und ihren langjährigen Expansionskurs fortgesetzt. Wie die „Marktinfo Eier & Geflügel“ (MEG) unter Berufung auf das Statistische Bundesamt mitteilte, erhöhte sich die Hähnchenfleischerzeugung in Deutschland im Vergleich zu 2008 um 6,0 % auf die neue Rekordmenge von gut 749 400 t. Damit hat sich die Produktion laut MEG binnen zehn Jahren praktisch verdoppelt. An Masthähnchen schlüpften im vorigen Jahr in Deutschland insgesamt 584,95 Millionen Stück; das waren 7,4 % mehr als 2008. Zu Verschiebungen kam es beim Außenhandel mit Mastküken: Während die Einfuhren um 13,8 % auf 63,98 Millionen Tiere zurückgingen, stiegen die Exporte um 171,3 % auf 38,66 Millionen Stück. Eingestallt wurden 2009 im Bundesgebiet laut Angaben der MEG 610,28 Millionen Mastküken, womit das Vorjahresniveau um 1 % übertroffen wurde. Dass die Schlachtmenge stärker wuchs als die Einstallungen, dürfte der Marktinfo zufolge auch auf tendenziell höhere Mastendgewichte zurückzuführen sein. Die heimische Putenproduktion erhöhte sich im vergangenen Jahr zwar nur um 0,4 % auf rund 438 000 t; das waren aber 65 % mehr als 1999. Der Putenkükenschlupf nahm im Jahresvergleich um 4,0 % auf 44,76 Millionen Tiere zu. Relativ betrachtet entwickelte sich die deutsche Entenproduktion nach Darstellung der MEG am dynamischsten: Hier weist die amtliche Statistik für 2009 ein Aufkommen von etwa 62 500 t aus; das bedeutete gegenüber 2008 ein Plus von 2,8 % und verglichen mit 1999 einer Zunahme um 111 %. AgE (01.03.2010)
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