Gegenläufige Tendenz an den EU-Schlachtrindermärkten
BRÜSSEL. Die Notierungen für Schlachtrinder an den repräsentativen Märkten der Europäischen Union haben sich in der Woche zum 21. Februar 2010 gegenläufig entwickelt. Das Preisniveau für Jungbullen der Handelsklasse R3 verminderte sich laut Angaben der EU-Kommission im gewogenen Mittel saisonal um 2,52 Euro oder 0,8 % auf 327,03 Euro je 100 kg Schlachtgewicht (SG). Am stärksten sanken die Notierungen in Italien mit einem Minus von 3,8 %. Um 1 % fielen die Preise für R3-Rinder in Frankreich. Seitwärtstendenzen gab es in Dänemark und Österreich. Andererseits konnten sich die Notierungen in Irland und Großbritannien ebenso wie in Deutschland gut behaupten. Aufwärts ging es zuletzt am EU-Schlachtkuhmarkt. Der Erlös für Tiere der Handelsklasse O3 stieg saisonal im EU-Durchschnitt um 2,93 Euro oder 1,3 % auf 224,11 Euro/100 kg SG. Ausschlaggebend war die Entwicklung in Frankreich, wo sich das Preisniveau um 2,5 % erhöhte. Aufschläge in ähnlicher Größenordnung meldeten Finnland, Großbritannien und Bulgarien. In Spanien wurde sogar ein Plus von 5,7 % registriert. Auf weitgehend unverändertem Niveau verharrten hingegen die Preise in Deutschland und Dänemark. Zu den wenigen Verlierern gehörten in der Berichtswoche die Kuhhalter in Österreich und Rumänien bei Abschlägen von 1,5 % beziehungsweise 1,1 %. Für Schlachtfärsen der Handelsklasse R3 wurden zuletzt im Schnitt der meldenden EU-Länder 313,54 Euro/100 kg SG gezahlt; das waren 1,33 Euro beziehungsweise 0,4 % mehr als eine Woche zuvor. Dabei kletterten die Preise in Tschechien und Schweden jeweils um knapp 3 %. In wichtigen Produktionsländern wie Deutschland, Frankreich und Irland tendierten die Notierungen weitgehend unverändert. Italien meldete ein Minus von 1,2 %. AgE (02.03.2010)
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