Mehr als 90 Prozent des Biodiesels für die Beimischung
BERLIN. Im Zuge der veränderten politischen Rahmenbedingungen für Biokraftstoffe hat es in den vergangenen drei Jahren gewaltige Verschiebungen am Biodieselmarkt gegeben. Wie aus aktuellen Daten der Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP) hervorgeht, erreichte der Biodieselabsatz in Deutschland 2009 insgesamt ein Volumen von 2,53 Mio t, das waren 23 % weniger als 2007, als der Absatz ein Allzeithoch erreicht hatte. Anders als im Boomjahr 2007 wird mittlerweile allerdings ein erheblicher Teil des umweltfreundlichen Rapskraftstoffs in Pkw verbrannt. Die Beimischungsmenge an Biodiesel im fossilen Diesel stieg nämlich im vergangenen Jahr einhergehend mit der erstmals verordneten Gesamtquote für Biokraftstoff von 5,25 % auf 2,30 Mio t; das waren 61 % mehr als zwei Jahre zuvor. Damit wanderten mehr als 90 % des in Deutschland abgesetzten Biodiesels in die Beimischung. Der Markt für reinen Biodiesel (B100), den in erster Linie Speditionen nutzen, hat hingegen dramatisch an Bedeutung verloren, nachdem die Steuersätze angehoben wurden. So fiel der Absatz an Eigenverbrauchstankstellen für Nutzfahrzeuge im vergangenen Jahr gegenüber 2007 um 83 % auf 223 000 t. Für den Gesamtmarkt fast bedeutungslos ist die Nutzung von Biodiesel in der Landwirtschaft. Nur noch rund 20 000 t des Methylesters wanderten laut UFOP im vergangenen Jahr in die Tanks der Bauern, nach 62 000 t im Jahr 2007. AgE (02.03.2010)
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