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Schlachtschweinenotierungen an der Eurex unter Druck

FRANKFURT/PARIS. Die auf vordere Termine ausgerichteten Schlachtschweinenotierungen an der Eurex standen zuletzt weiter unter Druck. Der März-Kontrakt wurde am vergangenen Donnerstag in Frankfurt für 1,315 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht (SG) abgerechnet; das bedeutete im Vergleich zur Vorwoche einen Abschlag von 3,5 Cent oder 2,6 %. Damit lag der Frontmonat noch unter dem sogenannten Vereinigungspreis, der am vergangenen Freitag unverändert zur Vorwoche auf 1,32 Euro/kg SG festgelegt wurde. Am 26. Februar war der für den Kassamarkt relevante Vereinigungspreis bekanntlich um 6 Cent herabgesetzt worden. Die von der Eurex angebotenen April-Schweine verbilligten sich in der Berichtsperiode um 3 Cent und wurden zum Handelsschluss am Donnerstag mit 1,34 Euro/kg SG bewertet. Für den Mai-Kontrakt waren 1,405 Euro/kg SG anzulegen; gegenüber der Notierung sieben Tage zuvor war dies ein Rückgang um gut 1 Cent. Gehandelt wurden am Donnerstag auch Juni-Tiere, und zwar für 1,44 Euro/kg SG. Händlern zufolge konnten die Schlachtunternehmen in Deutschland zuletzt nicht alle Schweine termingerecht abnehmen, so dass es teilweise zum Aufschieben der Lieferungen kam. Das Fleischgeschäft wurde als vielfach enttäuschend skizziert. Im Sog der Schweineterminpreise gaben auch die Eurex-Notierungen für Ferkel spürbar nach: Das 25-kg-Tier zur Einstallung im März verbilligte sich um 1,30 Euro auf 48,40 Euro. April-Ferkel wurden am Donnerstag für glatt 47 Euro abgerechnet; das waren 80 Cent weniger als sieben Tage zuvor. Der Mai-Kontrakt gab um 50 Cent auf 46 Euro nach.

März-Weizen auf neuem Kontrakttief
Uneinheitlich tendierten im Berichtszeitraum die an der Eurex gehandelten Terminkontrakte für Verarbeitungskartoffeln, wobei sich die Auf- und Abschläge in sehr engen Grenzen hielten. Um 10 Cent mit dem Preis nach unten ging es für den vorderen April-Kontrakt, der am Donnerstag für 8,90 Euro/dt abgerechnet wurde. Demgegenüber gewann der Folgekontrakt 10 Cent hinzu: Für Juni-Ware waren 11,30 Euro/dt anzulegen. Verarbeitungskartoffeln aus der Ernte 2010 zur Abrechnung im April 2011 verbilligten sich bezogen auf die Berichtswoche um 20 Cent auf 13,30 Euro/dt. Nach wie vor unter Druck stand der europäische Weizenterminmarkt, der sich am Donnerstag auch nicht von den schwachen Vorgaben aus den USA abkoppeln konnte. Dort sorgten niedrige Exportzahlen für Enttäuschung. Derweil kündigte die indische Regierung an, diese Woche darüber entscheiden zu wollen, ob der Ausfuhrstopp für Weizen aufgehoben werde. Laut Agrarminister Sharad P a w a r zeichnet sich erneut eine Weizenerzeugung von mehr als 80 Mio t ab; 2009 war in Indien die Rekordmenge von 80,7 Mio t Weizen eingebracht worden. Nun rede auch noch Indien von Weizenexporten; es gebe einfach zu viel Getreide, erklärte ein Händler in Chicago. Diese Ansicht teilen offensichtlich auch die Börsianer in Paris: Weizen zur Abrechnung im März rutschte vergangene Woche an der Matif unter die Marke von 120 Euro/t. Am Donnerstag betrug der Abrechnungspreis für den vorderen Mahlweizen-Kontrakt 119,5 Euro/t - ein neues Tief. Seit Jahresbeginn hat der März-Weizen in Paris 10 % an Wert verloren. Im Juni 2009 war die Tonne Weizen bezogen auf den aktuellen Monat an der Matif noch mit 165 Euro/t bewertet worden. Die Preisspitze war kurz nach Auflegen dieses Kontrakts am 21. August 2008 mit mehr als 207 Euro/t markiert worden. AgE (08.03.2010)

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