Notierungen am Frankfurter Schlachtschweine-Terminmarkt bröckeln weiter ab
FRANKFURT/PARIS. Der Terminmarkt für Schlachtschweine in Frankfurt macht den Mästern derzeit keine Freude. Die Notierungen an der Eurex bröckelten zuletzt weiter ab. Der diesen Monat auslaufende Kontrakt verlor in der Berichtswoche zum 11. März 1,4 Cent oder 1,1 % und wurde am vergangenen Donnerstag für 1,301 Euro/kg Schlachtgewicht (SG) abgerechnet. Die Notierung lag damit unter dem für den Kassamarkt wichtigen Vereinigungspreis, der am Freitag erneut auf 1,32 Euro festgelegt wurde. Allerdings entsprach der Kurs dem Basispreis des Schlachtunternehmens Vion. Noch größer als beim Frontkontrakt waren die Abschläge für die Folgemonate: April-Schweine verbilligten sich in der Berichtsperiode insgesamt um 2 Cent beziehungsweise 1,5 % und wurden am Donnerstag entsprechend dem Vereinigungspreis mit 1,32 Euro/kg SG bewertet. Für den Mai-Kontrakt waren nur mehr 1,36 Euro/kg SG anzulegen; das waren 4,5 Cent oder gut 3 % weniger als eine Woche zuvor. Gehandelt wurden am Berichtstag auch Juli- sowie August-Tiere, und zwar für 1,46 Euro/kg SG beziehungsweise knapp 1,47 Euro/kg SG. Mit Blick auf den Kassamarkt berichteten Händler von einem großen Angebot, aber einer mittlerweile weitgehend ausgeglichenen Marktlage. Die Fleischgeschäfte hätten sich im In- wie auch im Ausland etwas belebt, hieß es. Die Abschläge bei den Schlachtschweinen und die sich verschlechternde Stimmung unter den Mästern schlägt derweil auch auf den Ferkelterminmarkt durch: Während hier die Frontnotierung bezogen auf das 25-kg-Tier am Donnerstag unverändert zur Vorwoche auf 48,40 Euro lautete, verbilligten sich April-Ferkel um 2 Euro auf 45 Euro und Mai-Ferkel um 2,60 Euro auf 43,40 Euro. Bei den Mai-Tieren stand dabei einem Briefkurs von 45 Euro ein Geldkurs von nur 39 Euro gegenüber.
Warten in den USA auf den „Prospective Planting Report“
Weiter bergab ging es auch mit den an der Eurex gehandelten Terminkontrakten für Verarbeitungskartoffeln. Für den vorderen April-Kontrakt waren am vergangenen Donnerstag 8,30 Euro/dt zu zahlen; das waren 60 Cent/dt weniger als sieben Tage zuvor. Juni-Ware kostete 10,40 Euro/dt, was einem Abschlag von 1,10 Euro/dt entsprach. Schwächer tendierten auch Verarbeitungskartoffeln aus der Ernte 2010 zur Abrechnung im April 2011; dafür wurden am Berichtstag 13,00 Euro/dt angelegt; eine Woche zuvor waren es 13,30 Euro/dt gewesen. Das Interesse an den Eurex-Kontrakten für Verarbeitungskartoffeln hat sich wieder deutlich erhöht: Während der fünf Börsentage bis zum 11. März wurden insgesamt 830 Kontrakte gehandelt, verglichen mit nur 357 in der Vorwoche. Nach wie vor trüb war die Stimmung am europäischen Weizenmarkt, obgleich der Export aus der EU zuletzt etwas zulegte. Laut EU-Kommission wurden vom 3. bis zum 9. März Ausfuhrlizenzen für rund 330 000 t Weichweizen gezogen. Nichtsdestoweniger wurde der März-Kontrakt an der Matif in Paris an seinem letzten Handelstag am vorigen Mittwoch zum Tief von 116,25 Euro/t abgerechnet. Mai-Weizen kostete am Donnerstag zum Börsenschluss 121,25 Euro/t; das war ein ebenfalls neues Kontrakttief und bedeutete bezogen auf die Berichtsperiode ein Minus von knapp 2 %. Seit Jahresbeginn hat der Mai-Future 10 % an Wert verloren. Auch in den USA gaben die Weizenpreise weiter nach. Das Washingtoner Landwirtschaftsministerium hob die Schätzung für die Weizenendbestände 2009/10 im eigenen Land auf 27,2 Mio t; das wäre die größte Menge seit 1987/88. Mit Spannung warten die Händler in den USA jetzt auf den "Prospective Planting Report", der Ende März veröffentlicht wird. AgE
(15.03.2010)
Diese Seite Drucken – Versenden – Bookmarken
© Copyright 2000 – 2012 raiffeisen.com GmbH & Co. KG













