JKI: Kein Einfluss der Mutterkorn-Größe auf die Toxinbelastung
BERLIN. Bei einer Verunreinigung von Getreide mit Mutterkornpilz besteht aktuellen Forschungsergebnissen des Julius-Kühn-Institutes (JKI) zufolge kein Zusammenhang zwischen der Menge der Toxine und der Größe der Mutterkörner. Große Mutterkörner enthielten zum Teil wenig Pilzgifte, während kleinere sehr hohe Konzentrationen aufweisen könnten, erklärte das JKI vergangene Woche in einem Hinweis auf die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Qualitätsforschung (DGQ), auf der das Institut an diesem Montag und Dienstag in Berlin seine Untersuchungsergebnisse zur Mykotoxinbelastung von Getreide vorstellt. Wie diese zeigten, würden in der Praxis manche Chargen als Mutterkorn belastet zurückgewiesen, obwohl die eigentliche Konzentration ungefährlich sei, erläuterte das Institut. Andere würden trotz durchaus hoher Mykotoxin-Konzentrationen als unbedenklich bewertet. Einen Ausweg aus dem „Dilemma“ sehen die Forscher in der parallelen Testung auf sechs sogenannte Leittoxine. Diese seien in verschiedenen Konzentrationen in Mutterkörnern nachgewiesen worden und eigneten sich dazu, die Gesamtbelastung zu erfassen. Weitere Programmpunkte der Tagung, die unter dem Thema „Qualität von Getreide und Getreideprodukten - Sind die Standards noch aktuell?“ steht, sind die Kontamination mit Pflanzenschutzmitteln sowie neue Methoden zur schnellen und gegebenenfalls zerstörungsfreien Analytik von Getreide und Getreideprodukten. AgE (22.03.2010)
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