Lob für die Brüsseler Agrarkonferenz
BERLIN/BRÜSSEL. Der Deutsche Bauernverband (DBV) sieht sich in den Ergebnissen der zweitägigen Brüsseler Konferenz über die Zukunft der europäischen Agrarpolitik nach 2013 bestätigt. Man könne festhalten, dass es ein starkes öffentliches Interesse an einer nachhaltigen und vielfältigen Landwirtschaft in Europa gebe, teilte der DBV am vergangenen Donnerstag in Berlin mit. Um dies zu gewährleisten, bedürfe es einer starken gemeinsamen europäischen Agrarpolitik. Als wichtigste Zielsetzung gelte der Erhalt einer vielfältigen europäischen Landwirtschaft, die hochwertige und sichere Nahrungsmittel produziere und zugleich schonend mit den Ressourcen umgehe. Die Tagung fand am Montag und Dienstag vergangener Woche auf Einladung von EU-Agrarkommissar Dr. Dacian C i o l o ş statt. Rund 600 Delegierte aus der Zivilgesellschaft, von Wirtschaftsverbänden sowie aus den Politik- und Agrarwissenschaften waren seinem Ruf gefolgt (vgl. EU-NACHRICHTEN 1 i.d. Ausg.). Die Agrar- und Ernährungswirtschaft sei übereinstimmend als strategischer Sektor der Europäischen Union bewertet worden, so der DBV. Anerkennung habe es auch für die Rolle der europäischen Land- und Ernährungswirtschaft bei der Sicherung beziehungsweise Verbesserung der Welternährung gegeben. Wie das erreicht werden könne, darüber hätten zwischen den Konferenzteilnehmern jedoch unterschiedliche Auffassungen geherrscht. Allgemein sei jedoch die aktuelle Ausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik mit einer besseren Marktorientierung und entkoppeltem Direktausgleich in der Zweisäulenstruktur positiv und als richtiger Weg bewertet worden. Cioloş habe für eine konsistente Fortentwicklung der europäischen Agrarpolitik über 2013 hinaus starken Rückenwind bekommen, bilanzierte der DBV. Auch die CDU-Europaabgeordnete Elisabeth Jeggle begrüßt die Veranstaltung. Mit dieser Konferenz habe der Kommissar gezeigt, wie wichtig es ihm sei, die Gesellschaft in dieser Debatte mitzunehmen und anzuhören. „Wenn wir nach 2013 eine nachhaltige gemeinsame europäische Agrarpolitik wollen, müssen wir auf den Rückhalt aller Verbraucher in Europa zählen können“, so Jeggle. Die Konferenz sei ein wichtiger Schritt in diese Richtung. AgE (26.07.2010)
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