Fallende Tendenz an den EU-Schlachtrindermärkten
BRÜSSEL. An den repräsentativen Märkten der Europäischen Union haben sich die Notierungen für Schlachtrinder in der Woche zum 25. Juli 2010 weiter nach unten bewegt. Das Preisniveau für Jungbullen der Handelsklasse R3 verminderte sich laut Angaben der EU-Kommission im gewogenen Mittel saisonal um 1,63 Euro oder 0,5 % auf 300,94 Euro je 100 kg Schlachtgewicht (SG). Am deutlichsten verschlechterten sich die Notierungen in Bulgarien, und zwar um 11,6 %. Spürbare Abschläge mussten auch die Rindermäster in Litauen und Finnland hinnehmen, wo die Preise um 3,1 % beziehungsweise 2,9 % sanken. Großbritannien und Portugal meldeten Abschläge von um 2,0 % beziehungsweise 1,4 %. Gut behaupten konnten sich hingegen die Notierungen in Luxemburg und der Slowakei. Während in Luxemburg ein kräftiges Plus von 10,4 % verzeichnet wurde, fiel der Anstieg in der Slowakei mit 2,9 % moderater aus. Weiter bergab ging es in der Berichtswoche auch am Markt für Schlachtkühe. Für Tiere der Handelsklasse O3 wurden im EU-Mittel 230,13 Euro/100 kg SG erlöst; das waren 2,86 Euro oder 1,2 % weniger als eine Woche zuvor. Die stärksten Verluste wurden in Estland registriert; dort gab es ein Minus von 17,9 %. Erlöseinbußen von 4,8 % beziehungsweise 4,3 % mussten die Kuhhalter in Ungarn und Luxemburg hinnehmen; um 3,1 % verbilligten sich die Schlachtkühe in Großbritannien. Dänemark und Litauen verzeichneten Abschläge von 2,4 % und 2,3 %. In Deutschland lag der Preis um 1,7 % unter dem Niveau der Vorwoche. Gut zweistellig nach oben, nämlich um 15,7 % und 13,7 %, ging es dagegen mit den Schlachtkuhnotierungen in Bulgarien und der Slowakei. Lettland, Österreich, Finnland und Italien registrierten Aufschläge zwischen 1,0 % und 2,0 %. Eine Abwärtsbewegung wurde ebenfalls am Markt für Schlachtfärsen der Handelsklasse R3 registriert. Im EU-Mittel sanken deren Preise minimal um 2,33 Euro oder 0,8 % auf 309,16 Euro/100 kg SG. Ausschlaggebend dafür war die Entwicklung in den Niederlanden und Litauen, wo die Notierungen um 7,1 % und 5,8 % nach unten wanderten. In Spanien und Großbritannien fielen die Preise saisonal um 3,4 % beziehungsweise 2,3 % schwächer aus. Andererseits kletterten die Notierungen für R3-Färsen in Italien um 1,2 %. Konstant präsentierte sich der Markt für Schlachtfärsen in Deutschland, Frankreich und Griechenland. AgE (03.08.2010)
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