Brandanschlag braucht rasche Aufklärung
Mit Bestürzung reagierte der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Dr. Helmut Born, auf einen Brandanschlag in Niedersachsen. Dort hatten Unbekannte am vergangenen Freitag einen neu gebauten Hähnchenstall angezündet. „Sollte sich der Verdacht erhärten, dass diese Zerstörungswut Resultat einer immer aggressiveren Stimmungsmache im Bereich „Tierschutz-Aktivisten“ ist, so erleben wir eine außerordentlich alarmierende Entwicklung, die es jetzt zu stoppen gilt. Eine baldige Aufklärung und ein hartes Durchgreifen gegen die Täter ist dringend geboten. Wir können von Glück sagen, dass weder Menschen noch Tiere verletzt worden sind.
Bei dem betroffenen Unternehmen handelt es sich um einen grundsoliden landwirtschaftlichen Familienbetrieb mit Ackerbau und Legehennenhaltung. Bewirtschaftet wird er von den Eltern mit ihren beiden Söhnen. Die Eier werden von der Familie größtenteils selbst vermarktet. Mit dem neu gebauten Hähnchenstall hätte die Existenzgrundlage der Familie weiter gefestigt werden können. Der Betrieb wollte in vier Wochen die ersten Hähnchenküken einstallen. Stattdessen steht die Familie nun vor einem Sachschaden in Höhe von einer halben Million Euro.
Im Hinblick auf den Tierschutz ist es wichtig zu wissen, dass die Haltungsvorschriften für Hähnchen in Deutschland gerade erst überarbeitet worden sind und sogar über die EU-Vorschriften hinausgehen. „Gerade wegen dieser hohen Tierschutzanforderungen können wir jeden neu gebauten Hähnchenstall hier in Deutschland und die damit geschaffenen Arbeitsplätze nur begrüßen“ so Dr. Born. (13.08.2010)
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