Wenig Bewegung am Frankfurter Schlachtschweine-Terminmarkt
FRANKFURT/PARIS. Die Schlachtschweinenotierungen an der Eurex in Frankfurt haben zuletzt kaum Bewegung gezeigt. Der Frontmonat passte sich in der Berichtswoche zum 12. August dem Niveau des Vereinigungspreises an; im Vergleich zur Vorwoche gab die Notierung um 1,4 Cent auf 1,501 Euro/kg Schlachtgewicht (SG) nach. Am Freitag wurde ein August-Kontrakt für 1,496 Euro/kg SG gehandelt. Der für den Kassamarkt relevante Vereinigungspreis wurde am selben Tag zum dritten Mal in Folge auf 1,50 Euro/kg SG festgelegt. Marginal bergauf ging es mit dem von der Eurex angebotenen Folgemonat: September-Schweine verteuerten sich um 0,5 Cent und wurden am Freitagvormittag für 1,45 Euro/kg SG gehandelt. Für den Oktober-Kontrakt wurden am selben Tag 1,36 Euro/kg SG gezahlt, nachdem dieser während seit dem 4. August durchgängig mit 1,37 Euro/kg SG bewertet worden war. Händler berichteten von einem zunehmenden Schweineangebot, das bei leichter Belebung des Fleischabsatzes auf eine größere Aufnahmebereitschaft der Schlachtunternehmen treffe. Ferner wurde festgestellt, dass die Mäster wegen der hohen Getreidepreise nur noch sehr vorsichtig aufstallen würden. Dies spiegelte sich auch am Ferkelterminmarkt in Frankfurt wider, wo am Freitagmittag zwei August-Kontrakte zum Preis von 40 Euro je 25-kg-Ferkel gehandelt wurden. Damit notierte dieser Future nur noch knapp oberhalb seines Tiefs vom 20. April. September-Ferkel verbilligten sich im Wochenvergleich um 1,5 Euro auf 37,5 Euro, Tiere zur Einstallung im Oktober sogar um 2,5 Euro auf nur mehr 34,5 Euro.
Verschnaufpause am Weizenmarkt
Uneinheitlich tendierten zuletzt die von der Eurex angebotenen Terminkontrakte für Verarbeitungskartoffeln. Der vordere November-Kontrakt legte in der Berichtswoche um 0,7 Euro/dt auf 17,7 Euro/dt zu. Gehandelt wurde jedoch erneut ausschließlich der April-2011-Termin; am Freitagnachmittag wurde für Ware mit dieser Fälligkeit 18,8 Euro/dt gezahlt, nachdem es in der Vorwoche noch weit mehr als 20 Euro/dt gewesen waren. Seit dem Hoch am 23. Juli hat dieser Kontrakt gut 5 Euro/dt beziehungsweise mehr als ein Fünftel an Wert verloren. Zuvor hatten sich Verarbeitungskartoffeln zur Abrechnung im April 2011 binnen sechs Wochen allerdings um 80 % verteuert. Ingesamt war das Interesse an den Eurex-Kontrakten für Verarbeitungskartoffeln zuletzt wieder schwächer; während der Berichtsperiode wurden 960 Kontrakte gehandelt, verglichen mit 2 077 in der Vorwoche. Eine Verschnaufpause legte auch der europäische Weizenterminmarkt ein: Ware zur Abrechnung im November wurde an der Matif in Paris am
vergangenen Donnerstag für 213 Euro/t abgerechnet; das entsprach im Vergleich zum Hoch am 5. August einem Abschlag von 10,5 Euro/t. Nach Veröffentlichung der jüngsten Schätzungen des US-Landwirtschaftsministeriums zum Weltgetreidemarkt waren die Notierungen allerdings wieder angezogen. (17.08.2010)
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