Weiter keine heiße Spur zum Brandstifter von Sprötze
BERLIN. Gut zwei Wochen nach dem Brandanschlag auf einen neu gebauten Hähnchenmaststall in Sprötze südlich von Hamburg fehlt den Ermittlern weiter eine heiße Spur zu den Tätern. Wie ein Polizeisprecher vergangene Woche gegenüber dem Presse- und Informationsdienst AGRA-EUROPE erklärte, wird eine Veröffentlichung aus Tierschutzkreisen nicht als Bekennerschreiben, sondern als Sympathiebekundung eingestuft. Das Täterwissen steche in diesem Schreiben nicht hervor. „Wir gehen dieser Spur nach, die für uns aber nicht die heiße Spur ist“, sagte der Sprecher. Weiterhin seien die Ermittlungen richtungsoffen; die Tierschutzszene gehöre dazu, sei aber nicht die einzige Richtung, in die ermittelt werde. Mit Hilfe von Brandbeschleunigern hatten Unbekannte am 30. Juli den fast fertigen Stall mit rund 30 000 Mastplätzen angezündet. Der Deutsche Bauernverband (DBV) beziffert den bei dem Familienbetrieb entstandenen Schaden auf rund 500 000 Euro. Auf Hinweise zur Ergreifung der Täter ist eine Belohnung in Höhe von 21 000 Euro ausgesetzt, von denen etwa die Hälfte vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) stammt. AgE (18.08.2010)
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