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OHG: August-Auktion in Osnabrück fand viel Interesse im In- und Ausland

Für den Absatz von Zuchtvieh stehen die Vorzeichen auf GUT. Auch die hochsommerliche Auktion der Osnabrücker Herdbuch eG vom 18. August erbrachte ein sehr gutes Ergebnis. Profitieren konnte die Auktion sowohl von der weiter steigenden inländischen Nachfrage als auch von einer starken und auch sehr qualitätsbewussten Nachfrage aus dem Ausland. Die Exportquote bei den Rindern betrug genau 50 % und war damit gleich mit den Verhältnissen der Vorauktion. Die Ausländer kamen hierbei aus Holland, Belgien, Italien, Spanien und aus Polen. Gute Qualitäten waren reichlich vorhanden. Das kam den Interessen der angereisten Käufer sehr entgegen, denn etliche sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland hatten es deutlich auf gute Qualitäten abgesehen. So kam es auch zu einer guten Spreizung der Preise. Bei den Bullen gingen die Preise bis 2.300 € hinauf und bei den Rindern sogar mehrfach bis knapp 3.000 €. Insgesamt wurden 238 Tiere verkauft und in allen Sparten von weiblichen Tieren konnten sich die Preise weiter verbessern.

Bei den Bullen wurden 45 Tiere aufgetrieben und 44 verkauft. Weil auch quasi der letzte Bulle seinen Käufer fand, wenn auch für etwas weniger Geld, gingen die Bullen insgesamt um 41 € auf 1.289 € im Durchschnitt zurück. Besonders viele Kaufaufträge waren eingegangen, wovon zwar die meisten, aber nicht alle erfüllt werden konnten. Es gab 4 Bullen mit Preisen über 2.000 € aber auch 15 Bullen zu Preisen unter 1.000 €. Die Spitze bildete ein Zenith-Sohn aus einer 90-Punkte Heldostar-Tochter mit sehr schönen Leistungen in der Linie. Dieser Bulle wurde durch den Zuchtbetrieb Wißmann, Suttorf angeboten und für 2.300 € an einen Käufer innerhalb Niedersachsens verkauft. 2.200 € erzielte der Pagewire-Sohn aus der Ramos-Tochter Elite aus dem Zuchtbetrieb Starke, Varl. Auch dieser Bulle fand im Norden Niedersachsens eine neue Heimat.

Vor den Zuchtrindern wurden alle 4 aufgetriebenen Kühe zügig verkauft und dann ging es mit den Zuchtrindern sehr zügig weiter. 3 Rinder für 800, 2 für 900 und 2 Rinder für 950 bildeten den Fußpreis, weitere 21 Rinder gab es insgesamt unter 1.400 €. 30 Zuchtrinder hingegen konnten die 2.000-Schwelle überschreiten. Es war insgesamt eine sehr gelungene Auktion mit vielen sehr guten Tieren und auch mit sehr interessierten Käufern auf allen Seiten. Auf 1.686 € hatte sich die Auktion am Ende bei den Rindern mit Abstammung eingependelt. Weitere 10 Hilfsbuchfärsen konnten 1.450 € im Schnitt erzielen. Letztendlich und auch angesichts der Gesamtqualität in der Auktion wurden die Preise von den Käufern akzeptiert, auch deswegen weil viele doch der Meinung sind, dass die gegenwärtigen Preise mit dem Blick zurück zwar als teuer angesehen werden, dass sie aber doch im Hinblick auf die Zukunft des Zuchtrindermarktes als normal eingestuft werden müssen.

Die beste Färse der Auktion erreichte 2.950 € Es war eine Goldwin-Tochter aus einer 88-Punkte Stormatic-Mutter, eine in allen Belangen grundsolide und sehr ansprechende Färse, die von der Goldstein GBR angeboten wurde und nach Rheinland Pfalz verladen wurde. Der gleiche Käufer erwarb auch die zweitbeste Färse der Auktion, eine Baxter-Tochter mit ebenfalls herausragendem Typ und gutem Euter bei sehr hohen Einsatzleistungen. Diese Färse wurde von Herrn Wißmann aus Melle-Suttorf angeboten und für 2.800 € verkauft.

Am Ende der Auktion wurde auch die kleine Gruppe an Kälbern rasch verkauft zu Einzelpreisen zwischen 300 und 570 €, bei einem Schnitt von 406 €. (20.08.2010)

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