Frankreich bleibt größter Bezieher von EU-Agrarbeihilfen
BRÜSSEL. Die größten Nutznießer der EU-Agrarpolitik bleiben die Franzosen. Wie aus den jüngsten Schätzungen der Europäischen Kommission hervorgeht, bezogen Frankreichs Landwirte im Haushaltsjahr 2009 insgesamt 9,87 Mrd Euro aus der Ersten und Zweiten Säule und damit 17,4 % der Gesamtmittel im Umfang von 56,78 Mrd Euro. Ausschlaggebend war dabei das Geld aus der Ersten Säule der EU-Agrarpolitik, von dem Frankreich 8,9 Mrd Euro oder 20,7 % überwiesen bekam. Zweitgrößter Bezieher war Spanien mit 7,26 Mrd Euro, gefolgt von Deutschland mit 6,90 Mrd Euro und Italien mit 6,08 Mrd Euro. Unter den neuen Mitgliedstaaten führt Polen als deutlich größtes dieser Länder mit Zuwendungen in Höhe von 3,72 Mrd Euro die Rangskala mit weitem Abstand an, gefolgt von Rumänien mit 2,10 Mrd Euro. Zugleich ist Polen eines der wenigen Beitrittsländer, in denen die Mittel aus der Ersten Säule an das Niveau der Zweiten Säule heranreichen. So bekamen die polnischen Landwirte 1,75 Mrd Euro an Direktzahlungen und Marktsubventionen, während für die ländliche Entwicklung 1,97 Mrd Euro fällig wurden. Dagegen wird in Rumänien fast drei Mal so viel Geld über die Zweite wie über die Erste Säule ausgezahlt. Die endgültigen Zahlen der EU-Kommission für das Haushaltsjahr 2009 werden im September erwartet. Gegenüber ihrer Schätzung von April dieses Jahres korrigierte die Brüsseler Behörde ihre Ausgabenschätzung für die Erste Säule um rund 400 Mio Euro nach unten, und zwar auf 43,06 Mrd Euro. Für Marktinterventionen gab die EU dabei im Haushaltsjahr 2009 rund 3,8 Mrd Euro aus, an Direktzahlungen wurden 39,3 Mrd Euro fällig. Nicht in diesen Zahlen berücksichtigt ist der Zucker-Restrukturierungsfonds. AgE (23.08.2010)
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