Unterdurchschnittliche Zuckerrübenernte erwartet
HANNOVER. Die niedersächsischen Zuckerrübenanbauer erwarten in diesem Jahr eine unterdurchschnittliche Ernte. Das hat das Landvolk Niedersachsen in der vergangenen Woche mitgeteilt und auf erste Proberodungen der Saatzuchtunternehmen verwiesen, bei denen in Söllingen bei Helmstedt am 2. August nur 26,8 t pro ha geerntet wurden. Im Jahr zuvor waren zum gleichen Zeitpunkt 39,6 t/ha und 2007 sogar 49,7 t/ha gerodet worden. Als Gründe für die schlechte Ertragsentwicklung nannte der Landesbauernverband die Hitzeperiode der Monate Juni und Juli, die die Bestände mitten im Massenwachstum getroffen und zu einem Wassermangel geführt habe. Im Vergleich zu anderen Feldfrüchten benötigten Zuckerrüben zwar weniger Wasser, um die gleiche Menge an Trockenmasse aufzubauen; bei den hohen Temperaturen hätten die Pflanzen aber „geschlafen“. Außerdem habe die kühle Witterung und Trockenheit im Frühjahr das Auflaufen der Rüben verzögert, auch wenn der Feldaufgang mit rund 100 000 Pflanzen pro Hektar letztendlich sehr gut gewesen sei. AgE (23.08.2010)
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